Studie: Junge Filipinos sexuell aufgeschlossen – verhüten aber nicht!

7. Feb. 2014 – Im Zeitalter von Social Media, praktizieren zunehmend mehr junge Filipinos vorehelichen Sex.

Eine aktuelle Studie über ‚Schwangerschaft und Sexualität von philippinischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen‘, zeigt auch, dass die „digital orientierte“ Generation, neue Verhaltensweisen und Aktivitäten für sich erkundet.

Die gestern veröffentlichte Studie, die unter 19.178 Befragten durchgeführt wurde belegt, jeder dritte philippinische Jugendliche, praktiziert Sex vor der Ehe. Bei jungen Erwachsenen im Alter von 20-24 Jahren, seien es bereits 54%.

Maria Marquez vom ‚Population Institut der University of the Philippines‘ (UPPI) meinte, dass die Zunahme des vorehelichen Geschlechtsverkehr erwartet wurde. „Wir vermuten, dass die neuen Medien etwas damit zu tun haben. Denn diese definieren heute die junge Generation.“

Die landesweite Umfrage der ‚Demographic Research & Development Foundation‘ und der UPPI sah eine Verschiebung der Werte junger Menschen von traditionellen Regeln hin zu neuen Medien, was sich offensichtlich auch in ihrem Sexualverhalten zeige.

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So hätten 25% der philippinischen Jugend bereits Sex-Videos über das Handy oder das Internet gesehen und etwa jeder hundertste philippinische Jugendliche habe sein eigenes intimes Video aufgezeichnet.

Weiterhin hatten 4% der philippinischen Jugendlichen Sex mit einem Partner, den sie online oder per SMS kennengelernt hatten und 6% praktizierten Telefon-Sex. Allgemein stellte die Umfrage eine sexuell aufgeschlossenere Jugend fest.

Hingegen blieb die Abenteuerlust bei der Prostitution doch limitiert. So sei die Akzeptanz für käuflichen Sex eher gering. Die Studie zeigte sogar einen leichten Rückgang in der Zahl junger Filipinos, die für Sex bezahlten.

Eher erschütternd war jedoch folgende Erkenntnis: Der Zugang zu mehr Informationen durch neue Technologien habe nicht zur Folge, dass man deshalb Safer-Sex praktiziere!

So zeigte die Studie, dass auch wenn junge Filipinos offen für die Erkundung neuer sexueller Aktivitäten seien, die meisten von ihnen keine Empfängnisverhütung anwendeten oder sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützten. Dazu gehörten 78% derer, die zum ersten Mal Sex hatten.

Als logische Konsequenz daraus, sei der Anstieg der Teenager-Schwangerschaften in den letzten zehn Jahren. So explodierte seit 2002 die Zahl der schwangeren Teenager von 6,3% auf 13,6% im Jahr 2013, was mehr als eine Verdoppelung darstellt.


Quelle u.a.: http://www.rappler.com/nation/49852-young-tech-savvy-filipinos-sexually-active