80.000 Pinoy Seeleuten droht Jobverlust in der EU

3. Feb. 2014 – Mindestens 80.000 philippinische Seeleute sind vom Verlust ihres Arbeitsplatzes bedroht, wenn die Lücken in der Seefahrtsverwaltung des Landes nicht ausgemerzt werden, laut Senatspräsident Franklin Drilon.

Dies ist auch der Hintergrund für seine Forderung nach einer Erneuerung des maritimen Regulierungssystems, die das drohende Verbot philippinischer Seefahrer durch die Europäische Union abwenden soll.

Das drohende Verbot basiert auf dem Versäumnis des Landes, das seit 1978 geltende ‚Internationale Übereinkommen über Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungszeugnissen und den Wachdienst von Seeleuten‘ (UN-Konvention) zu erfüllen.

Der Senatspräsident sagte, der Kongress müsse jetzt schnell handeln, bevor die ‚European Maritime Safety Agency‘ (EMSA) ihren neuesten Prüfungsbericht vorlege, der bescheinige, ob die Philippinen tatsächlich die UN-Konvention erfüllten oder eben nicht.

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Drilons Maßnahme soll eine einzige Schifffahrtsverwaltung beauftragen, nämlich die ‚Maritime Industry Authority‘ (MARINA), die die Ausbildung und Zertifizierung philippinischer Seeleute überwachen und sicherstellen soll, dass diese internationale Standards, auf Basis der UN-Konvention, erfüllten.

Dies erfordere eine sofortige Gesetzesanpassung, damit das Land von den wirtschaftlichen Folgen eines befürchteten Seefahrerbanns durch die Europäischen Union, verschont bleibe.

Die Europäische Union hatte bereits früher damit gedroht, philippinische Seeleute, für unter EU-Flagge fahrende Schiffe zu verbannen, mit dem Verweis auf die unbefriedigende und unvollständige Einhaltung des Landes bei der UN-Konvention.

Dies hätte zur Folge, dass schließlich rund 80.000 philippinische Seefahrer ihren Job verlieren würden, falls ein solches Verbot von der Europäischen Union verhängt würde.

Jedoch befürchte man noch viel mehr, dass andere Länder dem Beispiel der EU folgten. Dadurch würden weltweit mindestens 300.000 weitere Seeleute ihre Lebensgrundlage verlieren. Die Folgen beträfen dann nicht nur die Seeleute und ihre Familien allein.

Das Land würde Milliarden Pesos an Auslandsüberweisungen der OFWs verlieren, die mit ihren Devisen zur Belebung und wirtschaftlichen Stabilität ihres Landes beitragen. Die Überweisungen der Seeleute erreichten im Jahr 2012 fast 5 Milliarden Dollar.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2014/02/03/80-000-pinoy-sailors-face-job-loss/