Polizei unterschlug rund 80% aller Verbrechen im Land

3. Feb. 2014 – Die Polizei hat landesweit ihre Dienststellen angewiesen, sich auf die Prävention und Lösung der Straßenkriminalität zu konzentrieren, die im Jahr 2013 rund 40 Prozent der insgesamt erfassten Verbrechen des Landes umfasste.

Das vom Leiter der PNP, Alan Purisima, neu eingeführte Programm zur Berichterstattung der tatsächlich begangenen Verbrechen, sei mit entscheidend bei der Bewältigung der Verbrechen, da man nun wisse, wann und wo diese sich ereigneten.

Laut der PNP lagen die von Motorrad fahrenden Kriminellen mit Beifahrern begangenen Verbrechen (sowohl Raubüberfälle als auch Morde), bei lediglich 0,9 Prozent in der Kriminalstatistik des vergangenen Jahres, obwohl diese am meisten gefürchtet würden, aufgrund permanenter Medienberichte.

Um Straßenverbrechen zu bekämpfen, insbesondere dem illegalen Drogenhandel und anderen Drogendelikten, verteidigte die PNP ihr Programm zur Erfassung der exakten Kriminalstatistik, die mit der Rechenschaftspflicht der meldenden Polizei-Kommandeure einherging.

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Purisima hat eine verstärkte polizeiliche Kampagne gegen den Drogenhandel angekündigt, gemeinsam mit der strategischen Neuausrichtung der PDEA (Drogenpolizei), im Zuge einer aktuellen Umfrage, die belege, dass 34 Prozent der Bevölkerung sich eine Konzentration der Polizei auf das Drogenproblem wünschten.

Im vergangenen Jahr erfasste die PNP mehr als 1 Million Verbrechen im Land, die sich aufgrund der akkuraten Erfassung signifikant gegenüber dem Vorjahr erhöhte. Zuvor gaben die Beamten mit geschönten Zahlen vor, dass die Philippinen im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern oder den Vereinigten Staaten, viel friedlicher seien.

Hier die offiziell exakten Zahlen der PNP: 1.033.833 Verbrechen wurden 2013 in den Philippinen erfasst, bei einer Bevölkerung von 98 Millionen. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2012 „nur“ 217.812 Verbrechensfälle gemeldet.

So lagen diese geschönten Zahlen des Jahres 2012 natürlich viel niedriger als die der Vereinigten Staaten (11.877.218 Verbrechen) oder Japan mit 2.853.173. Dies ergab eine monatliche Kriminalitätsrate pro 100.000 Einwohner von 18,6 im Jahr 2012. Im Vergleich dazu lag die USA bei 315,30 und Japan bei 188,81 im selben Jahr.

Die Zahlen des letzten Jahres jedoch zeigten in den Philippinen eine Kriminalitätsrate von 85,73. Im Vergleich dazu andere Länder:
Thailand 70,19,
Singapur 48,05,
Malaysia 47,74 und
Brunei 102,68.

Im Jahr 2013 wurden 61,07 Prozent der Verbrechen durch die Polizei (Blotter) berichtet und 35,92 Prozent durch die Barangays.


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/metro/66462-pnp-focuses-on-thwarting-solving-street-crimes