Arbeitsumfeld philippinischer Presse 2013 weiter verschlimmert

13. Feb. 2014 – Entgegen Behauptungen der Regierung Aquino, dass sie die Pressefreiheit unterstütze, verbleibt die Arbeit der philippinischen Medien unter schwierigen Bedingungen, wobei sich das Umfeld der Pressefreiheit verschlechtert habe, erklärte die Organisation ‚Reporter ohne Grenzen‘.

Laut dem ‚World Press Freedom Index 2014‘ (Pressefreiheitsindex) der Organisation, fielen die Philippinen sogar zwei Plätze zurück, auf den 149. Rang der 180 beobachteten Länder.

Der ‚World Press Freedom Index‘ basiert auf sieben Kriterien: dem Grad der Vergehen, der zugelassenen Meinungsvielfalt, der Unabhängigkeit der Medien, der Zensur, dem rechtlichen Rahmen, der Transparenz und der Infrastruktur.

Im Jahr 2010, dem Jahr nach dem Maguindanao Massaker, bei dem 58 Menschen getötet wurden, darunter 32 Pressevertreter, lag das Land auf dem 156. Platz. Als Präsident Aquino sein Amt antrat, „sprang“ das Land kurzzeitig auf die 140. Position im Jahr 2011, bevor es im Vorjahr wieder auf den 147. Platz abrutschte.

Selbst die Krisenländer Mali (122. Platz) und die Zentralafrikanische Republik (109. Platz), waren besser platziert als die Philippinen.

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Im vergangenen Jahr hatte sich ‚Reporter ohne Grenzen‘ immer wieder besorgt zu den Morden an Journalisten und gegen das Anti-Cybercrime-Gesetz der Regierung Aquino geäußert, da dessen Passage in Bezug auf Verleumdung die Informationsfreiheit bedrohe.

„In diesem instabilen Umfeld, werden die Medien zur strategischen Zielscheibe von Machtgruppen und Personen, die versuchten, Nachrichten und Informationen zu kontrollieren, entgegen internationaler Abkommen.“, so die Organisation.

Das ‚Philippinische Zentrum für investigativen Journalismus‘ bestätigte, dass 23 Journalisten in den ersten 40 Monaten der Amtszeit Aquinos ermordet wurden. Wenn man das Maguindanao Massaker isoliert, haben sich somit unter der Regierung Aquino die meisten Morde an Pressevertretern seit 1986 ereignet.

Laut dem ‚Impunity Index‘ (Bewertung der Straflosigkeit) des ‚Committees to Protect Journalists‘, gelten die Philippinen als das drittgefährlichste Land für Journalisten, nach dem Irak und Somalia.

Doch die Regierung behauptet auch weiterhin, dass sie die Pressefreiheit „unterstütze“, was auch immer sie darunter versteht. „Wir haben uns verpflichtet, die Mörder der ermordeten Journalisten zu verfolgen, um Gerechtigkeit für diejenigen, die in Ausübung ihres Berufes getötet wurden, zu erhalten.“, verkündete PR-Mann Sonny Coloma lakonisch.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2014/02/13/work-environment-for-ph-media-worsens-/