Kapitän von seeuntauglichem Schiff würde mit 580 Passagieren aufs Meer hinaus fahren

28. Feb. 2014 – Trotz gutem Wetter, kam ein Passagierschiff, das von Cebu in Richtung Cagayan de Oro City unterwegs war, wegen eines Maschinenausfalls nicht an seinem Ziel an.

Am Mittwoch gegen 22 Uhr verließ das Schiff in Cebu City Pier 5. Weniger als eine Stunde später, nachdem die ‚MV Trans Asia 5‘ den Hafen von Cebu verlassen hatte, versagte der Hilfsmotor des Schiffs.

Laut der philippinischen Küstenwache, beförderte das Schiff 580 Passagiere, 73 Besatzungsmitglieder und eine unbekannte Menge Fracht.

Der zweite Hilfsmotor versagte seinen Dienst, als sich das Schiff in der Nähe von ‚Shell Island‘ befand. Man beschloss zur Sicherheit den Anker zu werfen und fand nach einer Weile heraus, dass der Hilfsmotor wegen Überhitzung den Dienst quittiert hatte.

Zwei Minuten später funktionierte dann außerdem auch die Ankerwinde nicht mehr, die offensichtlich bereits zuvor in einem erbärmlichen Zustand war. Dies veranlasste die Besatzung dazu, die defekte Ankerkette zusammen mit dem Anker abzutrennen und im Meer zu versenken.

Um 23:40 Uhr kehrte das Schiff dann doch noch irgendwie zurück zum Pier 5, wo die gestrandeten Passagiere die Nacht im Hafen verbringen mussten.

Der Bericht der Küstenwache ergab außerdem, dass das Schiff bei der Ludo Werft (Ausgang des Hafens) auf Grund lief bzw. mit etwas kollidierte. Dem widersprach der Kapitän jedoch heftigst.

Des weiteren behauptete er, dass sein Schiff durchaus in der Lage gewesen wäre, seine Fahrt (mit dem abgekühlten Hilfsmotor) nach Cagayan de Oro fortzusetzen.

Die ‚Maritime Industry Authority‘ (Schifffahrtsbehörde) entzog jedoch gestern die Fahrerlaubnis für den „Seelenverkäufer“, da es nicht mehr „seetauglich“ sei …


Quellen u.a.: http://www.sunstar.com.ph/cebu/local-news/2014/02/28/marina-bars-trans-asia-vessel-sailing-330612
und http://www.philstar.com/cebu-news/2014/02/28/1295472/vessel-suffers-engine-trouble