UN Bericht: Kaum finanzielle Mittel und Jobs für Yolanda-Opfer

20. Jan. 2014 – Die Bemühungen, den Yolanda-Überlebenden bei der Errichtung ihrer Lebensgrundlage zu helfen, scheitern offensichtlich bereits daran, dass die Wiederaufbauprogramme der UN kaum Geld erhielten, beklagten nun die Vereinten Nationen.

Der Bericht offenbarte die Feststellung der UN-Partner, dass nur wenige der Lebensunterhaltsprojekte aufrecht erhalten werden könnten. Dadurch profitierten nur 5.000 der 5,9 Millionen Arbeiter, die ihre Erwerbsquelle in Folge von Taifun Yolanda verloren. Das Ziel des Programms der Vereinten Nationen, lag jedoch laut dem Bericht, bei 400.000 Menschen.

Die meisten Projekte sollten den Menschen dabei helfen, wieder auf die Beine zu kommen, nicht durch Almosen, sondern mit Arbeitsplätzen. Diese hätten allerdings bis heute kein Geld erhalten, drei Monate nachdem Yolanda die Region zerstörte. Weiter sagt der Bericht, nur 20 Prozent der Projekte, die von UN-Partnern überwacht würden, konnten auch abgeschlossen werden.

DKB-Partnerprogramm

Neben der offensichtlichen Tatsache, dass es die Regierung nicht schafft, den Menschen Arbeit zu geben, ignorierte diese in den betroffenen Gebieten, weitgehend individuelle Anstrengungen, die Häuser der Geschädigten wieder aufzubauen, sowohl an ihren ursprünglichen Plätzen, als auch an anderen Orten.

Den Unterkunftsprojekten fehlte das Geld, insbesondere in Eastern Visayas, so der Bericht. Dies führe dazu, dass die Überlebenden in Schulen schmachteten, die als Evakuierungsplätze dienten. Allein in Tacloban City, heißt es, würden mindestens 1.020 Familien noch immer in Schulen leben.

Die UN-Partner berichteten von katastrophalen sanitären Zuständen und dem Diebstahl von Schulmaterial, durch den langen Aufenthalt der Opferfamilien in den Schulen. Die 1.020 Familien in Tacloban, die in den Schulen untergebracht seien, stellten allerdings nur ein kleines Beispiel dar, der mindestens 4,1 Millionen Familien, die ihre Häuser durch Yolanda verloren hätten.

Internationale Organisationen, die hinsichtlich des Wiederaufbaus eng mit der philippinischen Regierung zusammenarbeiteten, machten hierfür die kaum zur Verfügung gestellten Mittel verantwortlich. So hätten beispielsweise nur 12 der 33 Projekte, die eine Reparatur der Häuser unterstützten, überhaupt Geld erhalten. Laut dem Bericht wurden mindestens 1,1 Millionen Häuser durch Yolanda in den Visayas zerstört.

Der Bericht besagt auch, dass es einen Mangel an Unterstützung durch die lokalen Behörden gäbe, bei der Wiederaufnahme grundlegender staatlicher Dienstleistungen und dem Wiederaufbau. Diese blockierten den Fortschritt. So hätten viele Städte in Leyte, zum Bau von Notunterkünften, keine Hilfe erhalten.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/566257/no-funds-for-tacloban-jobs-un-report