Kardinal Tagle kritisiert schamlose Korruption in der Gesellschaft

10. Jan. 2014 – Der Erzbischof von Manila, Kardinal Luis Antonio Tagle, kritisierte in scharfer Form die weit verbreitete Korruption in der Regierung und forderte die Gläubigen auf, alle Formen der Korruption zu meiden und im Alltag ein christliches Vorbild zu sein.

„Ich empfinde es sehr rätselhaft, wenn Handlungen, für die man sich schämen muss, auch noch mit Stolz begangen werden.“, sagte Tagle während seiner Predigt bei der Black Nazarene Prozession.

„Zum Beispiel wird ohne Scham gestohlen, statt sich eigentlich dafür zu schämen.“, sagte Tagle. „Doch man schämt sich nicht mehr dafür zu stehlen. Dafür sollten wir uns schämen.“

Nichts gegen die Korruption zu tun, könnte zu der Wahrnehmung führen, dass Korruption akzeptabel, üblich und normal in der philippinischen Politik sei, sagte Tagle, der der Regierung den Missbrauch von öffentlichen Geldern vorwarf.

Aber die Regierung beschwichtigte, dass sie „wachsam bleibe bei der Beseitigung der Korruption.“ In seiner Erklärung meinte der PR-Mann der Regierung, Herminio Coloma Jr., man teile „die Forderung von Kardinal Tagle, dass Christen ihren Glauben ausüben sollten, sowohl im Denken als auch in ihren Taten.“


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2014/01/10/tagle-hits-shameless-corruption-of-officials/