St. Luke’s hält toten Patienten als „Geisel“

22. Jan. 2014 – Die Leiche eines Provinzstaatsanwalts, der vor kurzem an Darmkrebs verstarb, wird angeblich von dem renommiertesten Krankenhaus des Landes, dem ‚St. Luke’s Medical Center‘ in Quezon City, als „Geisel“ zurück behalten.

Das St. Luke’s Krankenhaus hat sich angeblich geweigert, den verstorbenen Cesar Dan Alecando, ein Provinzstaatsanwalt aus Antique seinen Verwandten zu übergeben, wegen der Höhe seiner unbezahlten Krankenhausrechnungen, die mehr als 5 Millionen Pesos erreicht hätten.

Die Verwandten, vertreten durch ihren Rechtsberater Elmer Train, haben nun beim Gericht in Quezon City, eine einstweilige Verfügung beantragt, um Alecandos Leichnam frei zu bekommen.

Alecandos Frau, Dorothy Day sagte, ihr Mann wurde am 27. November 2013 ins St. Luke’s Hospital eingeliefert, wo er 52 Tage lang behandelt wurde, bis zu seinem Todestag am 18. Januar 2014. Die Gesamtkosten seines Krankenhausaufenthaltes betragen 5,51 Mio. Pesos, wobei die Arzthonorare noch nicht enthalten seien.

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Dem Anwalt der Familie wurde von der Leiterin der Rechnungsstelle mitgeteilt, dass der Leichnam des Verstorbenen erst nach einer Zahlung in Höhe von 50% bis 75% der gesamten Krankenhausrechnung erfolge. Da dies offenbar nicht bar erfolgen könne, würde man auch einen Schuldschein in Verbindung mit einer Immobilien-Hypothek als Sicherheit akzeptieren.

Das Krankenhaus wiederholte dabei die Aussage, dass man auf eine maßgebliche Zahlung durch die Familie bestehe, da sie offenbar nicht über erhebliches Bargeld verfügten. Weiterhin berichtete der Anwalt, dass sie versucht hätten, Entscheider des Krankenhauses zu erreichen, um ihre Möglichkeiten zu verhandeln. Jedoch sei niemand für sie erreichbar gewesen.

Im Moment entstünden der Familie weitere Kosten durch das Krankenhaus, da der Leichnam des Verstorbenen weiter im Gewahrsam des Hospitals bleibt.

„Die ganze Familie will nur ihr verstorbenes Mitglied ordentlich bestatten. Aber hierfür muss der Leichnam des Verstorbenen durch das Krankenhaus freigegeben und eine entsprechende Sterbeurkunde zum Zwecke der Beisetzung ausgestellt werden.“ steht in der Petition ans Gericht.

(Anm.: … und bezahlen wird man dann wohl im nächsten Leben mit einem Discount von 99%. Wenn man kein Geld hat, warum muss man sich dann ausgerechnet im teuersten Krankenhaus behandeln lassen und beschwert sich dann über die Medien über das unsoziale Verhalten des Hospitals? Das ist leider genau der Anlaß, weshalb andere Krankenhäuser nur auf Vorkasse behandeln und wer nicht bezahlen will/kann, zum Sterben vor die Tür geschoben wird.)


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/metro/65759-dead-patient-held-hostage-by-slmc