Polizei ermittelt Morde durch „Bürgerwehren“ in Manila

24. Jan. 2014 – Die Polizei in Manila ermittelt in mehreren Mordfällen der Stadt, die vermutlich Hinrichtungen durch „Vigilantes“ (Bürgerwehren) sind.

Auslöser dieser jüngsten Entwicklung, sind die Morde an 3 Pedicabfahrern, die in der Padre Burgos Avenue nahe dem National Museum vor der Morgendämmerung am Donnerstag sehr wahrscheinlich von einer Bürgerwehr erschossen wurden.

Die Bewohner fühlen sich durch die Anwesenheit der sogenannten „Bürgerwehren“ in der Stadt bedroht, die Kleinkriminelle auf Verdacht hin und ohne Gerichtsverfahren exekutieren. Die Opfer sind dabei meist Diebe, Räuber und Drogendealer.

So berichten die Bewohner regelmäßig über Tote, die im Fluss in Tondo schwimmen. Laut Angaben der Anwohner, sei dies praktisch ein wöchentliches Ereignis in der Gegend.

Eine Reihe von Leichen fand man auch in Sampaloc, Espana und Sta. Cruz, die entweder in Plastiksäcke oder in Balikbayan Boxen gestopft wurden. Die Polizei will nun in den Vorfällen gründlich ermitteln.

Bereits in der Vergangenheit gab es aus Cebu und Davao ähnliche Berichte, wo die Bürgermeister unverholen diese „Selbstjustiz“ sogar öffentlich unterstützten, was von einer großen Menge der Bevölkerung mitgetragen wurde.

Die Spitze des „Eisbergs“ steht in folgenden Berichten, wobei die unbekannten Fälle in der Mehrheit sein dürften, da sich die Angehörigen aus Angst nicht an die Öffentlichkeit trauen:
Davao Death Squad
Vigilante Killings in Cebu


Quelle u.a.: http://www.abs-cbnnews.com/nation/metro-manila/01/23/14/manila-cops-looking-vigilante-killings