Problem: Jugendarbeitslosigkeit

31. Jan. 2014 – Die Zahl der arbeitslosen und unterbeschäftigten Jugend im Land wächst wie eine Epidemie. Deshalb forderte Senator Paolo Aquino die Regierung auf, sich sofort um dieses Problem zu kümmern, wenn man ein integratives Wachstum (Wirtschaftswachstum von dem alle profitieren) erreichen wolle.

Unter Berufung auf Daten aus dem Arbeitsministerium, sagte Aquino, dass 1,42 Millionen oder mehr als die Hälfte der 2,8 Millionen Arbeitslosen im Land, Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren seien.

Der Senator forderte eine bessere Zusammenarbeit zwischen Regierungsstellen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen, um das Problem der Jugendarbeitslosigkeit zu lösen. Auch forderte er weitere Finanzierungen, Training und andere Unterstützungen für junge Selbstständige. Allerdings nannte er keine Inhalte der Programme, die er für diesen Zweck verfolge.

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Laut einem Bericht der ‚Internationalen Arbeitsorganisation‘ (ILO) von 2013, werden künftig asiatische Jugendliche es noch schwerer haben, vernünftige und dauerhafte Arbeitsplätze zu finden.

„Je weniger junge Menschen akzeptable und produktive Arbeit haben, desto weniger Wirtschaftswachstum gibt es. Je weniger Wachstum es gibt, desto geriger sind die Chancen der Jugend auf produktive Arbeit.“, besagt die ILO-Studie ‚Global Employment Trends for Youth 2013‘.

Laut dem Bericht betrug die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen im Raum Südost-Asien und Pazifik, 13,3% im Jahr 2013 und wird wahrscheinlich auf 14% im Jahr 2017 steigen, was bereits über dem Weltdurchschnitt von 12,6% liegt, der bis 2018 bei 12,8% erwartet wird.

Die Situation in den Philippinen war auf den ersten Blick noch nicht einmal so schlecht, da die Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2012 auf 16% sank von 16,6 % im Jahr 2011. Allerdings stellte die ILO fest, dass dies auf Teilzeit- und Aushilfsjobs basierte.

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So ging in den Philippinen die Jugendarbeitslosigkeit der 15-24 Jährigen von 18,6% im April 2008 auf 17,3% im April 2009 zurück. Jedoch stieg der Anteil der Jugendlichen in Teilzeitjobs von 26,6% auf 32%, so der Bericht.

Selbst die Weltbank gab zu, dass das Hauptproblem in den Philippinen nicht die Arbeitslosigkeit, sondern die Unterbeschäftigung sei, die sich mit Aushilfsjobs ausdrücke. So sei es auch nicht verwunderlich, dass die Jugendlichen einen College-Abschluss hätten und dennoch „arbeitslos“ seien.

„Das Problem ist, dass 20 Prozent der Arbeiter als Aushilfkräfte arbeiteten, da diese Menschen es sich nicht leisten können, ohne Einkommen zu sein.“, so die Weltbank.

Dies basiert allerdings auf den „offiziellen“ Zahlen der Regierung. Laut SWS (die im Auftrag der Regierung immer wieder Umfragen über deren Beliebtheit durchführt) liegt die Arbeitslosenquote jedoch bei 26,1% oder 11,2 Millionen Erwachsenen. In der Altersgruppe der 18-24 Jährigen lag diese sogar bei 52% !!

(Siehe http://www.philippinen.cc/2013/10/arbeitslos-arbeitslosenquote)


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2014/01/31/jobless-youth-a-growing-epidemic-in-labor-sector/