Hong Kong erweitert seine Sanktionen gegen die Philippinen

30. Jan. 2014 – Hong Kong wird seine Sanktionen gegen die Philippinen ab 5. Februar erweitern, über das Geiseldrama von Manila aus dem Jahr 2010, als sieben Hong Kong Touristen zu Tode kamen.

Neben dem bestehenden „Reiseverbot“ (Black Travel Alert) für Touristen aus Hong Kong, werden die Sanktionen nun erweitert. So werden die Visa-Regelungen für philippinische Beamte und Diplomatenpässe storniert werden, kündigte Hong Kongs Leung Chun-ying in einer Pressekonferenz am Mittwoch an.

Gewöhnliche philippinische Reisende seien aber davon nicht betroffen. Er sagte, die Reaktion erfolge nun, da die Philippinen nicht auf die Forderungen der Opferfamilien eingingen und eine formelle Entschuldigung verweigerten. Er kündigte die Sanktionen als einen ersten Schritt an, der bei weiterem Ignorieren Manilas, erhöht würde.

Leung wurde in der Presse mit den Worten zitiert, dass die Regierung Hong Kongs bei den Verhandlungen am Montag, eine „negative Nachricht“ von der philippinischen Regierung erhielt. Er beschrieb das philippinische Verhalten als „völlig inakzeptabel“.

Sieben Hong Kong Touristen wurden im August 2010 bei der Geiselkrise in Manila getötet, als der entlassene Polizist Rolando Mendoza einen Bus mit 22 Hong Kong Touristen entführte. Bei der Befreiungsaktion gaben die philippinischen Behörden, laut nationaler wie internationaler Einschätzung, ein inkompetentes Bild ab.

Mehr als 160.000 Filipinos leben derzeit in Hong Kong, wovon die meisten als Maids dort arbeiten. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern betrug im Jahr 2012 rund 8,2 Milliarden $.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2014/01/30/hk-foists-sanctions-on-ph-over-apology/
und http://globalnation.inquirer.net/97959/hong-kong-ends-visa-free-visits-by-ph-govt-officials