Friedensabkommen Mindanao: Bereits jetzt undurchsetzbar?

28. Jan. 2014 – Mindestens 17 Rebellen wurden bei Zusammenstößen zwischen Mitgliedern der BIFF (Bangsamoro Islamic Freedom Fighters) und Regierungstruppen in Maguindanao am Montag getötet.

Ein Armee-Sprecher konnte allerdings bisher nur zwei der Opfer bestätigen, während 15 noch überprüft würden. „Es ist schwer zu überprüfen, da sic das Gebiet bei Datu Piang befindet, einer Sumpflandschaft.“, hieß es. Die 15 Leichen der getöteten Rebellen seien in dem Gebiet verstreut gewesen, wo die sporadischen Kämpfe stattfanden.

Die Kämpfe erfolgten zwei Tage nachdem die Regierung ein Friedensabkommen mit der ‚Moro Islamic Liberation Front‘ unterzeichnete, um den jahrzehntelangen Aufstand in Mindanao zu beenden. Dabei werden allerdings mehrere Splittergruppen ausgeschlossen, was erst kürzlich zu der Totalzerstörung von Zamboanga mit Hunderten Toten führte. Die BIFF ist nur eine Splittergruppe der MILF.

Die Regierungstruppen versuchten angeblich Haftbefehle gegen mehrere BIFF-Mitglieder durchzusetzen. Daher bestritt der Militärsprecher auch, dass die Zusammenstöße in irgendeinem Zusammenhang mit dem Friedensabkommen stünden.

Die Menschenrechtsgruppe ‚Mindanao Human Rights Action Center‘ berichtete allerdings, dass hunderte der Bewohner von Datu Piang, aus ihren Häusern vertrieben wurden. Auch habe man Luftangriffe beobachtet, was das Militär jedoch vehement bestritt.

„Das waren lediglich Unterstützungen aus der Luft.“, meinte der Militärsprecher und erklärte weiter, dass zur Luftunterstützung auch medizinische Evakuierungen, Aufklärungsflüge oder Einschüchterungen gehörten, wie z.B. „indirektes Feuer“.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/570135/afp-17-moro-rebels-killed-in-maguindanao-clashes