Gehts noch? Estrada will Beifahrer auf dem Motorrad verbieten!

18. Jan. 2014 – Der ehemalige Präsident und derzeitige Bürgermeister von Manila, Joseph Estrada, will Beifahrer auf dem Motorrad verbieten, um die Verbrechen in den Straßen der Stadt einzudämmen.

Estrada titulierte diese Maßnahme als ein Gesetz gegen „Kriminelle die ein Motorrad benutzten.“ Allerdings erhielt er als Reaktion darauf postwendend den Vorwurf, dass er dies wohl aus einem seiner früheren „Drehbücher“ als Schauspieler entnommen habe.

Dante Jimenez, Gründungsvorsitzender der ‚Volunteers Against Crime and Corruption‘ meinte sogar, dass dieser Schritt verfassungswidrig sei. Schließlich gewähre die philippinische Verfassung den Bürgern den freien Zugang zu Transportmitteln.

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Jimenez zitierte die Verfassung, die besage, dass „das Recht zu Reisen nicht eingeschränkt werden dürfe, außer im Interesse der nationalen oder öffentlichen Sicherheit bzw. der öffentlichen Gesundheit.“ Weiter meinte er, dass man nicht einfach einem normalen Bürger seine Rechte wegnehmen könne.

Statt das Mitfahren auf Motorrädern zu verbieten, schlug Jimenez vor, Westen oder Helme mit dem Fahrzeug-Kennzeichen zu verwenden, um die Arbeit der Polizei zu erleichtern.

„Es bedeutet doch nicht, dass man ein Verbrecher ist, nur weil man als Beifahrer auf dem Motorrad sitzt. Wir sollten sensibler mit Menschen umgehen, die sich kein Auto leisten können.“, ergänzte Jimenez.

Dies ist übrigens nicht der erste „merkwürdige“ Vorschlag in diese Richtung: vor einiger Zeit wurde auch ein Vorschlag diskutiert, bei dem man Integralhelme (geschlossene Helme) verbieten wollte, um die Verbrecher leichter identifizieren zu können …


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/565253/estrada-hit-for-proposed-ban-on-riding-in-tandem-on-bikes