Versinkt Landwirtschaftsminister Alcala im Korruptionssumpf?

24. Jan. 2014 – Die Lage um Landwirtschaftsminister Proceso Alcala verschlimmert sich offensichtlich.

Angesichts von zwei Gerichtsverfahren wegen Staatsplünderung, aufgrund verschiedener Straftaten und seiner Nennung im COA-Prüfungsbericht als möglicher Nutznießer des Pork Barrel Skandals, kommt nun eine weitere Anklage vor dem Ombudsmann auf ihn zu.

Darin wird ihm die Veruntreuung von Geldern vorgeworfen und die Verletzung von Wahlgesetzen, da er angeblich Geld seines Ministeriums dazu verwendete, den Gouverneurs-Wahlkampf seines Sohnes, Irvin Alcala, in der Provinz Quezon im Jahr 2013 zu finanzieren.

Irvin verlor die Wahl gegen David Suarez, dem Sohn des langjährigen Kongressabgeordneten und Oppositionsführers Danilo Suarez.

Die Anklage verweist auf den massiven und ungewöhnlichen Kostenanstieg des Landwirtschaftsministeriums während des Wahlkampfes. Alcala hat dabei angeblich seine regionalen Leiter und die angeschlossenen Provinzbehörden angewiesen, den Wahlkampf seines Sohnes zu unterstützen.

„Die Außenstellen der angeschlossenen Behörden bezahlten die Gehälter der für die Wahl eingestellten Mitarbeiter, wovon die meisten von ihnen während des Wahlkampfes als ‚Karteileichen zum Gehaltsempfang‘ fungierten.“, lautet die Klage.

Bereits Anfang der Woche kursierten Gerüchte, die Alcala mit einer Reisschmuggel-Mafia in Quezon in Verbindung brachten. Alcala wurde dabei als „Pate“ ins Spiel gebracht, der angeblich in großem Stil von diesen Schmuggelgeschäften profitiere.


Quelle u.a.: http://www.rappler.com/nation/48716-alcala-agriculture-fund-son-quezon-governor