Tacloban: Noch immer liegen über 1.400 Leichen unbegraben herum

29. Dez. 2013 – Mehr als sieben Wochen nach dem Super-Taifun Yolanda (Haiyan) über das Land hinweg fegte, liegen immer noch mehr als tausend Leichen unbegraben herum und verbreiten in der Gegend einen stechenden Verwesungsgeruch.

Über 1.400 in Leichensäcke gepackte Tote, um die die Fliegen herum schwirren, liegen auf einem schlammigen Grundstück bei San Isidro, am Rande der zerstörten Stadt Tacloban.

„Der Gestank nimmt uns den Appetit. Selbst im Schlaf müssen wir Gesichtsmasken tragen.“, berichtete eine Anwohnerin, die in einem Haus lebt, das etwa 20 Meter von dem städtischen Grundstück entfernt ist.

Yolanda hinterließ rund 8.000 Tote und Vermisste, laut offizieller Zählung des Katastrophenschutzes. Der Sprecher des NDRRMC, Reynaldo Balido sagte, er sei sich nicht sicher, ob die offizielle Zahl der Todesopfer bereits die Leichen in San Isidro enthalte.

Offenbar begann man bereits am 10. November damit, die Toten zu sammeln und diese dann nach San Isidro zu bringen, wo sie unter der tropischen Hitze und dem saisonal starken Regen schnell verwesen.

Der Barangay Captain fordert die Stadtverwaltung auf, die Leichen zu begraben, da er sagte, dass die Kinder und älteren Bewohner bereits erkrankten. „Der Ort ist eine einzige Brutstätte für Fliegen.“

Die Leichen werden von acht Polizisten bewacht. Einer davon der nicht genannt werden möchte, sagte sie erhielten den Befehl, die Leichen vor den streunenden Hunden zu beschützen.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/553681/1400-corpses-remain-unburied-7-weeks-after-yolanda