So wird man keine Sportnation: PH enttäuschen bei den SEA Games

23. Dez. 2013 – Die Philippinen beendeten die 27. Südostasien-Spiele (regionaler Sport-Wettbewerb, der alle 2 Jahre ausgetragen wird) auf dem enttäuschenden siebten Rang, dem schlechtesten Ergebnis seit ihrer ersten Teilnahme im Jahr 1977.

Mit lediglich 29 Gold-, 34 Silber- und 38 Bronze-Medaillen lagen die Philippinen hinter Thailand, Vietnam, Indonesien, Malaysia, Singapur und selbst Myanmar am Ende des 11-tägigen Sport-Turniers in der birmanischen Hauptstadt.

Bisher waren die demütigendsten Ergebnisse der Spiele für Filipinos zwei sechste Plätze: zunächst im Jahr 2007 in Nakhon Ratchasima (Thailand) und im Jahr 2011 in Palembang (Indonesien). Allerdings gewannen die Philippinen dabei immerhin 41 bzw. 36 Goldmedaillen.

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Das letzte Mal als die Philippinen weniger als 30 Goldmedaillen errangen, war bei den Spielen 1999 in Brunei, wo man nur 20 der 490 Goldmedaillen in 21 Sportarten gewann, diese allerdings auf dem fünften Platz beendete. Auch gewann man bei den SEA Games 1979 in Jakarta nur 24 Goldmedaillen, was am Ende aber zum vierten Platz reichte.

Die Philippinen gewannen einst als Gastgeber der Spiele im Jahr 2005 mit 113 Gold-, 84 Silber- und 94 Bronzemedaillen. Ebenfalls als Gastgeber landete man im Jahr 1991 in Manila und 1983 in Singapur auf dem jeweils zweiten Rang.

Eigentlich begannen die Philippinen bereits zum Jahresbeginn auf dem falschen Fuß. Denn Monate vor dem Turnier, strichen die Organisatoren mehrere olympische Disziplinen wie Gymnastik, Tennis oder Bowling und ersetzten diese mit heimischen Spielen wie Vovinam, Kempo und Chinlone.

Als der Wettbewerb eröffnet wurde, gewann Myanmar Goldmedaillen in vielen Bereichen, vor allem in den „subjektiv bewerteten“ Sportarten wie Boxen, Muay, Taekwondo, Judo oder Wushu. (Anm.: Warum unterstellt man hier dem Gastgeber indirekt Schiebereien? Gute Verlierer sehen jedenfalls anders aus …)

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In der Tat, verloren die Philippinen sechs Goldmedaillen an Myanmar in „subjektiv“ bewerteten Sportarten und eine weitere im Schwimmen, nachdem Jasmine Alkhaldi der Sieg aberkannt wurde und damit der Wettbewerb seinen katastrophalen Verlauf nahm.

Denn anschließend ging alles bergab und die philippinischen Athleten endeten mit dem schlimmsten Finish aller Zeiten.

Hier die Endplatzierung (Gold – Silber – Bronze):

1. Thailand (107 94 81)
2. Myanmar (86 62 85)
3. Vietnam (73 86 86)
4. Indonesien (65 84 111)
5. Malaysia (43 38 77)
6. Singapur (34 29 45)
7. Philippinen (29 34 38)
8. Laos (13 17 49)
9. Kambodscha (8 11 29)
10. Timor-Leste (2 3 5)
11. Brunei (1 1 6)


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/12/23/ph-places-7th-in-sea-games-/