Der Jahresrückblick 2013 (Teil 3)

29. Dez. 2013 – Hier der dritte und letzte Teil des Jahresrückblicks 2013.

SEPTEMBER

Dass sich auf den Philippinen jede Menge ausländische Glücksritter, Ganoven, Sexualverbrecher oder Bankrotteure herumtreiben, ist kein Geheimnis. Aber dass diese Zeitgenossen auch noch unschuldige philippinische Frauen heiraten wollen, geht dann dem einen oder anderen Politiker doch ein bisschen zu weit! Also muss eine Bestätigung des „good moral characters“ her, die die weiße Weste des Foreigners beurkundet … (und hoffentlich nicht jeder Barangay-Captain gegen Bakschisch ausstellt!) Bisher „nur“ ein Gesetzentwurf:
zum Originalbericht –>

Mit den Menschenrechten stehen die Philippinen traditionell wohl eher auf dem Kriegsfuß. Normalerweise betrifft dies meistens Einheimische. Gegen eine kanadische Studentin schossen jedoch die Behörden nun weit über ihr Ziel hinaus:
zum Originalbericht –>

Mehrere Hundert schwer bewaffnete Rebellen überfielen die Stadt Zamboanga und wollten am Rathaus ihre Unabhängigkeit ausrufen. Es folgten ein 3-wöchiger Konflikt mit Geiseln, Brandstiftung, undurchsichtigen Aktionen, Menschenrechtsverletzungen und Hunderten Toten. Am Ende liegt die Stadt in Trümmern. Ach ja, was haben sich doch manche zuvor über Reisewarnungen für Zamboanga aufgeregt …
zum Originalbericht 1 –>
zum Originalbericht 2 –>

Um die Amtsenthebung des ehem. Obersten Richters Corona „sicherzustellen“, soll Präsident Aquino jedem Senator 50 Mio. Pesos „Anreiz“ angeboten haben. Dafür verwendete er in ungesetzlicher Weise seinen „Präsidenten-Pork“. Da im Falle einer Anklage jedoch beide Seiten beschuldigt würden, relativierte der bezeugende Senator seine Aussage: „Jeder hat nach seinem eigenen Gewissen abgestimmt.“ Wenns nicht so traurig wäre, eine Lachplatte:
zum Originalbericht –>

Tintenwelt - Ihr Shop für Tintenpatronen und Toner

OKTOBER

Die Justiz ist käuflich. Eigentlich ein Skandal, aber hier ist das ein öffentliches Geheimnis, dass viele Gerichtsurteile gekauft sind. Als es dieses Mal konkreter wird, in Verbindung mit einer „Ma’am Arlene“, will man aufklären. So sagt man zumindest. Aber nur im „Verborgenen“ und benötige dafür auch mindestens ein halbes Jahr …
zum Originalbericht –>

Am 15. Oktober erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,2 die Visayas. Es war ein sehr starkes Beben, das nicht nur viele Gebäude, Brücken und Straßen zerstörte, sondern auch mehr als 150 Menschenleben forderte. Die Schulen verhängten sogar teilweise „Zwangsferien“:
zum Originalbericht –>
zum Originalbericht –>

Im Zusammenhang mit dem Erdbeben vom 15. Oktober, stellt sich die Frage: Was waren die schlimmsten Erdbeben der Philippinen? Hier eine ernüchternde Übersicht:
zum Originalbericht –>

Freddie Aguilar wurde berühmt für sein Lied „Anak“ (Kind). Doch plötzlich steht er selbst wegen einem „Kind“ im Kreuzfeuer der Kritik: der 60-jährige Aguilar bekennt sich zu seiner Beziehung mit einem bettelarmen 16-jährigen Mädchen! Die Meinungen im Volk dazu gehen auseinander, wenngleich die Kritiker dieser ungleichen Beziehung in der Mehrheit sind. Ein Mitglied der philippinischen Anwaltskammer verklagt Aguilar sogar wegen „Pädophilie“, obwohl er später – um der Strafverfolgung zu entgehen – das Mädchen heiraten wird, was ihm allerdings eine Konvertierung zum islamischen Glauben abverlangt:
zum Originalbericht 1 –>
zum Originalbericht 2 –>
zum Originalbericht 3 –>

NOVEMBER

Mit Freuden vernahmen einige, dass Philippine Airlines wieder nach Europa fliegt. Im neuen Jahr plane PAL (früher bedeutete diese Abkürzung scherzhaft: „plane allways late“) sogar wieder mit Frankfurt, hieß es:
zum Originalbericht –>

Und dann kam der Super-Taifun Yolanda (Haiyan). Rund 8.000 Tote und Vermisste hinterließ der von Lokalpolitikern komplett unterschätzte Zyklon, da man mit der Warnung vor einer „Sturmflut“ nichts anfangen konnte! Eine weite Schneise der Verwüstung zog er durch die Visayas. Besonders betroffen waren die Insel Leyte und ihre Hauptstadt Tacloban. Die Behörden erlaubten sich von Beginn an katastrophale Pannen, dafür war die Korruption schneller als jede Hilfsmaßnahme. Der Präsident spielt alles herunter, verharmlost die Lage und man redet sich vieles schön. International wird die Regierung heftigst kritisiert. Wer da noch von negativer Berichterstattung oder negativen Redakteuren spricht, sollte sich erst einmal selbst fragen, ob er nicht das Sprachrohr einiger politischer Schönfärber geworden ist:
zum Originalbericht –>
zum Originalbericht –>

Der Taifun Yolanda wird mit seinen rund 8.000 Toten als einer der heftigsten Stürme in die philippinische Geschichte eingehen. Doch wo reiht er sich in der Liste der schlimmsten Taifune ein?
zum Originalbericht –>

DKB-Partnerprogramm

DEZEMBER

Das Ende eines Traums! Ein Amerikaner überlebte das Abenteuer „Auswandern“ nicht. Mittellos, krank und von den Behörden vergessen, scheidet er dahin. Ein Einzelfall? Sicher nicht – wir könnten einige weitere Beispiele nennen, für Leute die sich derart verrennen, dass es nicht mal mehr zur Rückreise reicht (finanziell oder gesundheitlich):
zum Originalbericht –>

Nicht mal eine Woche ist der Leiter des Wiederaufbaus der Yolanda-Schäden Lacson im Amt, da berichtet er über Beamte, die sich für die persönliche Bereicherung in Position bringen. Das Land ist ein einziger Korruptionssumpf! Dass dies ein paar Leute anders sehen, ändert nichts an Aussagen wie z.B. von Senatorin Santiago, die feststellt: „50% der öffentlichen Gelder landen in den Taschen korrupter Politiker und Beamte.“
zum Originalbericht –>

Der Name von Vizepräsident Binay, wird immer wieder mit Korruption oder illegalen Wahlkampfmethoden in Verbindung gebracht. Der Apfel fällt wohl nicht weit vom Stamm. Denn sein Sohn, der Bürgermeister von Makati soll, um eine Sonderbehandlung zu erreichen, Guards gefragt haben: „Erkennen Sie mich nicht?“ Und als dies nicht half, soll er kurzerhand die Guards verhaften lassen haben. Nun soll der Fall vor dem Senat behandelt werden:
zum Originalbericht –>
zum Originalbericht –>