Aufruhr über gestohlene Hilfsgüter, die korrupte Beamte in Läden verhökern

10. Dez. 2013 – Die britische ‚The Daily Mail‘ berichtete am Wochenende, über gestohlene Hilfsgüter, die für die Überlebenden des Taifuns Yolanda bestimmt waren und ihren Weg in die Regale von Geschäften in Manila fanden, was zu einem Aufruhr unter etlichen internationalen Hilfsorganisationen führte.

Die Zeitung schrieb, Hilfsgüter aus Großbritannien, die auf die Philippinen geschickt wurden, seien „umgeleitet“ worden und dienten der persönlichen Bereicherung von korrupten Beamten. „Hilfspakete von Militärhubschraubern geliefert, fanden ihren Weg in die Regale von Geschäften in wohlhabenden Vierteln der Hauptstadt Manila – Hunderte von Meilen von dem Katastrophengebiet entfernt.“, berichtete die Zeitung.

Der Bericht fügte hinzu, dass wegen dieses Problems, das ‚Disasters Emergency Committee‘ (DEC) – eine Dachorganisation der 14 britischen Wohltätigkeitsorganisationen – sich besorgt über die Beweise äußerte, dass ein Teil der 60 Mio. Pfund britischer Hilfe, nicht die Opfer erreiche.

Aber die Regierung sagte gestern, dass laut der FAiTH Website (http://www.gov.ph/faith), Hilfsgüter aus Großbritannien sowohl durch Organisationen wie der UN, dem Roten Kreuz und anderen Organisationen geflossen sei. „Wir sind nur in der Lage, Hilfsgüter zu verfolgen, die über die philippinischen Regierungsbehörden, wie z.B. dem Katastrophenschutz oder den Sozialbehörden direkt verteilt werden.“, beschwerte sich der PR-Mann des Präsidenten, Herminio Coloma Jr.

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Coloma zitierte einen Bericht des Leiters des Katastrophenschutzes Eduardo del Rosario, der sagte die Hilfsgüter hätten alle 591 Gemeinden in 44 Provinzen, der 9 Regionen, die von Taifun Yolanda getroffen wurden, erreicht. Coloma meinte weiter, es sei erforderlich, die exakten Orte zu nennen, wo genau die angeblichen Diebstähle auftraten, so dass man darauf auch reagieren könne. „Diese unbestätigten Berichte werden von den Medien verbreitet, die Vorwürfe ohne Bestätigung streuen.“, beklagte er sich.

Die Zeitung zitierte den Bericht eines mit einer Filipina verheirateten Briten aus Hernani (Eastern Samar), mit den Worten, dass örtliche Beamten die Hilfsgüter in Eastern Samar stehlen würden. „Die Hilfsgüter kommen nicht an, wo sie gebraucht werden.“, sagte Keb Darge aus Schottland. „Ich habe gesehen, wie die Lieferungen hier ankamen und ich habe gesehen, wie sie wieder verschwanden.“, sagte Darge.

„Nur ein kleiner Prozentsatz der Hilfsgüter kommt an. Die Situation wird nicht besser, es sei denn, es wird ermittelt. Jemand muss sich darum kümmern was genau passiert. Da kommen britische Hilfsgüter an. Warum vertraut man diese nicht vertrauenswürdigen Beamten an, die diese dann stehlen? Das ist doch lächerlich.“, so Darge.

Laut dem Bericht, floh Darge nach Manila, aus Angst um sein Leben nach dem er den Diebstahl anprangerte.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/12/10/uproar-over-aid-theft/