Yolanda: UN sieht weiterhin großen Bedarf an Hilfe

8. Dez. 2013 – Einen Monat nachdem Taifun Yolanda (Haiyan) Chaos über die Visayas brachte, wird die Tragweite der Schäden immer sichtbarer und offenbart die Bedürfnisse von Millionen Menschen, die von dem Sturm betroffen seien, warnte die UN gestern und drängte die Welt zu weiterhin massiven Hilfe auf den Philippinen.

„Nur weil über die Situation der Philippinen nicht mehr so viel in den Nachrichten berichtet wird, bedeutet dies nicht, dass sich die Bedürfnisse des Landes verringert haben.“, sagte Elizabeth Byrs, Sprecherin des UN Welternährungsprogramms (WFP), in einer Pressekonferenz in Genf.

Eine zweite Runde von Luftbrücken, die Lebensmittel des WFPs in die Provinzen Manicani, Tubabao, Victory und Sulawani bringt, startet diese Woche. Die Rationen in diesen Bereichen seien 25 Kilogramm pro Familie für zwei Wochen.

Sie merkte an, dass das WFP insgesamt 103 Mio. $ für die Nahrungsmittelsoforthilfe gefordert hätte, um den Bedarf von 2,5 Millionen Menschen für sechs Monate zu decken. Bisher erhielt die Behörde weniger als die Hälfte dieses Betrags, nämlich rund 45,8 Mio. $.

Mit ähnlichen Bedenken äußert sich Fadéla Chaib von der UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO) und sagte, dass einen Monat nach der Katastrophe viele Herausforderungen blieben.

Die Behörde hat deshalb auch als Top-Priorität den Ausbau von grundlegenden medizinischen Diensten und die Wiederinstandsetzung der Krankenhäuser genannt.

Chaib berichtete, dass es insgesamt 181 medizinische Teams gäbe, 65 ausländische und 116 philippinische. Sie fügte hinzu, dass eine Massenimpfung für Kinder unter fünf Jahren gegen Masern und Kinderlähmung gestartet wurde.

Sie sagte, das Risiko von Infektionskrankheiten sei nach wie vor sehr hoch, insbesondere innerhalb der überfüllten und unhygienischen Umgebungen. Infektionskrankheiten wie Masern, Typhus oder Dengue würden unter solchen Bedingungen gedeihen.


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/national/63212-relief-need-remains-immense–un