Almosen für Bettler: richtig oder falsch?

16. Dez. 2013 – Immer mehr Autofahrer und Fußgänger sind durch die Anwesenheit von Bettlern in verschiedenen Bereichen Cebu Citys genervt.

Zwar gibt es ein bestehendes Gesetz und Verordnung, die Almosen an Bettler verbieten, doch diese Bettler existieren dennoch weiterhin, da es immer wieder Menschen gibt, die das illegale Treiben unterstützen.

Bereits Marcos ordnete mit seinem Präsidentenerlass im Juli 1978 an, die Bettelei unter Strafe zu stellen. Dies wurde jedoch von den Behörden nicht streng umgesetzt. Das Anti-Bettelei Gesetz von 1978 gilt für Bettler aller Altersgruppen, darunter selbst Kleinkinder, die von den Eltern zum Sammeln von Almosen missbraucht werden. „Bettelei verursacht Verbrechen, führt zu Verkehrsgefahren, gefährdet die Gesundheit und demütigt die Bettler.“, besagt das Gesetz. Der Hauptzweck des Gesetzes ist die Bettelei und die Ausbeutung der Kinder zu beenden.

Das Gesetz definiert Bettler als Personen, die keiner regulären Beschäftigung nachgehen, obwohl sie dazu körperlich in der Lage wären und stattdessen mit Betteln ihren Lebensunterhalt bestreiten. Unter einem ausgebeuteten Kind versteht das Gesetz, dass es entweder selbst bettelt oder einen älteren Bettler begleitet. Bettler befinden sich überall in den Straßen von Cebu City.

Einer dieser Bettler nähert sich, wenn die Ampel an der Gorordo Avenue auf rot schaltet den Autofahrern und spielt mit seiner Mundharmonika für Almosen. Er wurde bereits aufgefordert sein Betteln zu beenden und sich stattdessen eine Arbeit zu suchen, da er schließlich gesund sei. Darauf antwortete er lediglich: „Walay trabaho.“ (Es gibt keine Arbeit.)

Eine weibliche Badjao (Bettlerin), die in der P. Burgos Street bettelt, nur einen Steinwurf vom Rathaus Cebu Citys entfernt, trägt immer ein Kind auf dem Arm. Ihr Ziel sind Ausländer, die das Magellan-Kreuz besuchen wollen. Da sie kein Englisch spricht, signalisiert die Frau mit Gesten, dass sie Geld braucht, um Nahrung für ihr Kind zu kaufen.

Als der Präsidentenerlass vor 35 Jahren erstellt wurde, war der Regierung schon bewusst, dass sie den Bettlern eine Möglichkeit geben muss, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Doch die Regierung vversäumte dies umzusetzen.

Isabelita ‚Betty‘ Ganub, Leiterin der Anti-Bettelei Task Force in Cebu City sagte, dass sie die Anzahl der Bettler nicht verringern könnten, da es immer wieder Leute gäbe, die ihnen Geld auf der Straße zusteckten.

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Die Task-Force gab die Zahl der „Straßenbewohner“, die Kerzenhändler, Bettler und andere Almosensammler beinhalteten mit 1.339 an. In der Regel steigt deren Anzahl zur Weihnachtszeit. „Wir haben schon viele aufgegriffen und in ihre Heimat (die meisten stammen aus Mindanao) zurückgeschickt. Aber die kommen immer wieder.“

Abschnitt 4 des Bettel-Gesetzes sieht vor, dass Kinder unter acht Jahren, in die Pflege des Sozialamts (DSWD) gestellt werden. Aber die Stadt verfügt nicht über ausreichend Kapazität, um die große Menge an ausgebeuteten Kindern unterzubringen.

Aber das DSWD soll künftig auch eine verstärkte Informationskampagne durchführen, um die Öffentlichkeit aufzuklären, dass sie nur Projekte mit Spenden fördert und keine Almosen verteilt.


Quelle u.a.: http://www.philstar.com/cebu-news/2013/12/16/1268717/should-you-give-beggars-cebu-citys-anti-mendicancy-campaign