Yolanda: In- und ausländische Medien kritisieren Aquino für Desaster bei Hilfe

14. Nov. 2013 – Die nationalen und internationalen Medien kritisierten die Regierung scharf, wegen deren „unorganisierten“ Hilfe in der Region, in der der Taifun Yolanda (internationale Bezeichnung: Haiyan) durch zog.

Der CNN Journalist Anderson Cooper sagte in seinem Bericht, was in Tacloban geschehe, sei ein „Abbau, aber kein Aufbau.“

„Es gibt keinen wirklichen Nachweis einer organisierten Hilfe.“, sagte er. Cooper gehört zu den internationalen Top-Journalisten, die aus der Visayas Region über die massive Zerstörung berichten.

Er sagte weiter, fünf Tage nach dem Sturm, ist es immer noch nicht klar, wer denn für die Hilfsmaßnahmen in der Region verantwortlich sei. Seine CNN Kollegin, Paula Hancocks sagte, eine Such- und Rettungsaktion habe nie stattgefunden.

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Regierung verteidigt sich

Der Präsidentensprecher Edwin Lacierda behauptete, dass Hilfsgüter in die Stadt kommen würden.

Aber ein Reporter der Associated Press, der diese in Tacloban am Mittwoch suchte, berichtete, dass es keine Hinweise auf eine organisierte Lieferung von Nahrung, Wasser oder medizinischer Versorgung gäbe, obwohl haufenweise Hilfsgüter am Flughafen ankamen.

Laut einem Bericht der New York Times, wurde ein Team von ‚Ärzte ohne Grenzen‘, mit kompletter medizinischer Ausstattung, die bereits am vergangenen Samstag in Cebu ankamen, nicht nach Tacloban gelassen (Stand Dienstag), mit der Begründung, dass der Flughafen Tacloban nur durch das Militär genutzt werden dürfe.

Beihilfen beschleunigt

Die Regierung versprach, Hilfsmaßnahmen zu beschleunigen, da auch Hauptverkehrsstraßen wieder eröffnet wurden und die internationale Hilfe ins Land strömt.

„Es ist ein logistischer Alptraum, den wir in Angriff nehmen werden.“, sagte Kabinettschef Rene Almendras, wobei er zugab, dass die Regierung nicht auf eine humanitäre Katastrophe dieses Ausmaßes vorbereitet war.

Präsident Aquino traf sich am Dienstag Abend mit führenden Vertretern, um den Masterplan für die Katastrophenhilfe zu korrigieren, anbetracht massiver Kritik aus dem Inland und jetzt auch von internationalen Medien, wegen der zähen Hilfsleistung der Regierung für die Opfer.

„Wir müssen das anpassen, wir müssen den Masterplan erweitern. Wir haben in der Größenordnung so etwas noch nie gesehen. Hunderttausende sind jetzt davon betroffen. Das Ausmaß ist riesig.“, sagte Almendras.

Der Präsident sagte in einem Interview mit CNN, dass die Anzahl der Menschen, in den drei hauptsächlich betroffenen Provinzen, ziemlich entmutigend sei. Fünf Tage nachdem Yolanda eintraf, muss die nationale Regierung eingestehen, noch immer nicht alle durch den Taifun betroffenen Bereiche, erreicht zu haben.

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Begrenzte Transportkapazitäten

Almendras wies auf die begrenzten Transportkapazitäten der Regierung und andere logistische Probleme hin, die für das Scheitern der Lieferungen von Lebensmittelpaketen, Medikamenten und anderen Hilfsgüter in den Visayas verantwortlich seien.

Aber es stünden nur zwei von drei C-130 Transportflugzeugen derzeit zur Verfügung. Außerdem gibt es Sicherheitsprobleme am Flughafen in Tacloban City, wo auch keine Nachtflüge stattfinden könnten.

Almendras sagte weiter, die Schwierigkeit, den Opfern zu helfen, würde beim Zusammenbruch der Katastrophenschutz-Mechanismen liegen, die normalerweise auf Barangay-, kommunaler und Provinzebene funktionieren, jetzt aber selbst Opfer des Taifuns wurden.

Und so werde die Regierung in den kommenden Tagen die „an sie übergebene Herausforderung“ auch erfüllen.

Danach gefragt, ob die Qualität und die Geschwindigkeit, mit der die Regierung auf die humanitäre Notlage reagiere, die Präsidentschaft charakterisieren würde, meinte Almendras: „Ich glaube nicht, dass dies ein Lackmustest für diese Regierung ist. Vielmehr ist es ein Lackmustest für das philippinische Volk. Wie gut wir mit dieser Krise zurechtkommen. Ja, es wird dabei Herausforderungen geben, aber wir machen weiter.“


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/526693/cnn-bbc-intl-media-slam-aquino-for-disorganized-yolanda-aid-response