Leiterin der UN-Hilfe: frustriert von Hilfsgüter Verteilung

15. Nov. 2013 – Die Koordinatorin für humanitäre Angelegenheiten der Vereinten Nationen, Valerie Amos, drückte ihren Missmut über die langsame Verteilung von Hilfsgütern für die Opfer des Super-Taifuns Yolanda aus.

Einen Tag nachdem sich Amos aus erster Hand über die Verwüstungen in Tacloban City einen Eindruck verschaffte, sagte sie, das Fehlen von Flugzeugen und passierbaren Straßen, mache es sowohl für das UN-Kontingent als auch für die philippinischen Behörden schwierig, die Menschen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten zu erreichen.

Sie beklagte sich weiter, dass einige der Lieferungen, die sie für die Opfer mitbrachten, in Manila liegen blieben, wegen der begrenzten Anzahl an Flügen, die Hilfsgüter transportieren können. „Ich denke, wir sind alle sehr beunruhigt. Dies ist Tag sechs und wir sind noch immer nicht in der Lage, alle zu erreichen. Meine Mitarbeiter, sind persönlich beunruhigt, da sie nicht in der Lage sind, die Menschen zu erreichen.“

Das Rote Kreuz berichtete, es erlebe das gleiche Problem: man habe Tonnen an Hilfsgütern vorbereitet, die jetzt nicht transportiert werden könnten, wegen der limitierten Flüge. Auch gäbe es ein Sicherheitsproblem, da die Bewohner die Lieferungen plünderten. Aber das Philippinische Rote Kreuz sagte, sobald die Situation sicher sei und es verfügbare Flüge gäbe, würde man mit der Verteilung von Hilfsgütern beginnen.

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Jedoch gab Amos enttäuscht zu, dass sie nicht in der Lage seien, ihre Hilfsgüter nach Tacloban und in die anderen Bereiche zu bringen. „Es ist eine Frustration.“ Sie erklärte, dass die Herausforderungen noch aufgrund der vorangegangenen Katastrophen wuchsen, da die Behörden noch mit dem Erdbeben in Bohol und der Belagerung von Zamboanga beschäftigt seien.

Amos meinte, ein Faktor für die Verzögerungen bei der Verteilung von Hilfsgütern sei der Mangel an Koordination zwischen den lokalen Behörden. Dies sei verständlich, da die lokalen Beamten auch durch den Taifun betroffen seien. „Der springende Punkt ist, dass lokale Beamte die ersten sein sollten, die reagieren. Aber sie selbst verloren ebenso Menschen. Die lokalen Beamten verrichten eine riesige Menge an Arbeit. Doch diese sind auf der Suche nach ihren Familienangehörigen.“

Amos sagte, dass sie in den kommenden Tagen eine Einschätzung der Situation vorlegen werde, einschließlich der Opferzahlen und der betroffenen Bewohner. Die UN habe 100 Leute ins Feld geschickt, während die Vereinigten Staaten etwa 90 Marines geschickt hätten, für Such- und Rettungsmaßnahmen.

„Ich sehe deutliche Fortschritte. Heute und in den kommenden Tagen werden die logistischen Möglichkeiten erhöht und die Einrichtungen am Flughafen weiter verbessert.“, sagte sie und fügte hinzu, dass 2.500 Tonnen der energiereichen Kekse des ‚World Food Programs‘ bereits in Tacloban City ankamen.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/11/15/un-exec-frustrated-over-late-assistance/