Taifun Yolanda: Noch 6 Wochen kein Strom auf Leyte und Samar

14. Nov. 2013 – Die Inseln Leyte und Samar sind komplett vom Stromnetz abgetrennt, während andere wichtige Inseln der Visayas „Brownouts“ (zeitweilige Stromausfälle aufgrund Unterspannungen) in Folge von Super-Taifun Yolanda (internat. Name: Haiyan) erleben.

Laut der ‚National Grid Corp. of the Philippines‘ (NGCP) hat der Super-Taifun 19 Hochspannungsleitungen außer Betrieb gesetzt und 7 Umspannwerke beschädigt. In den gesamten Zentral-Philippinen gäbe es jetzt ein Versorgungsdefizit von rund 200 Megawatt.

Die Reparaturen könnten fünf bis sechs Wochen dauern, meinte die NGCP. Demnach müssten vier Dinge geschehen, um endlich wieder Strom in Leyte und Samar zu erhalten. Darunter fielen u.a. die Wiederanbindung des Umspannwerkes Ormoc, die Reparatur der Anbindung zwischen Leyte und Cebu, sowie der Leitungen Ormoc-Cabacungan und Ormoc-Tabango.

„Wenn alle diese vier Erfordernisse erfüllt seien, dann könne auf das Luzon-Netz zugegriffen werden, um Strom nach Leyte und Samar zu bringen sowie zusätzliche Versorgung für Cebu, Bohol, Negros und Aklan zu liefern.“, erklärte die NGCP.

Auf Leyte Island befinden sich die beiden geothermischen Felder Tongonan und Malibotbog, die Wärme zur Stromerzeugung nutzen. Mit Hilfe von Luzon, durch die Ormoc-Cabacungan Leitung, würden die Kraftwerke in Leyte wieder ans Netz bringen.

Am Mittwoch war die verfügbare Leistung in den Visayas 1.031 MW, aber der Stromverbrauch stieg bis auf 1.168 MW. Die Reservekapazität der Stromerzeugung war gleich Null. Die NGCP habe 700 Vertragspartner mit 1.381 Experten und Mitarbeitern aus dem ganzen Land beauftragt, bei der Reparatur zu helfen.

Allerdings äußerte NGCP Besorgnis darüber, dass die umgestürzten Masten und Leitungen, von Dieben gestohlen werden könnten, die Teile davon in den Wiederaufbau ihrer eigenen Häuser verwendeten oder sie verkauften.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/526827/power-to-be-restored-to-leyte-samar-in-6-weeks