Taifun Yolanda: Zahl der Toten steigt, Hilfsaktionen starten

10. Nov. 2013 – Die Anzahl der Todesopfer durch Super-Taifun Yolanda (internationaler Name: Haiyan) stieg gestern auf 138, einen Tag nach dem er ganze Bereiche in der Visayas Region verwüstete.

Der Katastrophenschutz meldete in seinem Bericht gestern von 18 Uhr, dass auch 15 verletzte und vier vermisste Personen registriert wurden. Die Mehrzahl der 118 Opfer, stammte aus Leyte, von denen aber bislang keine identifiziert werden konnten.

Das Rote Kreuz rechnet aber mit mindestens 1.200 Opfern, da die am schlimmsten betroffenen Gebiete noch immer unzugänglich sind. Der 600 Kilometer breite Super-Taifun, der von Meteorologen als der stärkste der Geschichte erachtet wird, verursachte bislang unüberschaubare Schäden.

Mindestens 28 Provinzen erlitten Stromausfälle und 11 hatten Probleme mit der Kommunikations. In den am stärksten betroffenen Provinzen Samar und Leyte, können noch immer viele Bereiche, wegen umgestürzter Bäume und Stromleitungen, nicht erreicht werden.

Die Toten liegen noch immer auf der Straße und die Überlebenden laufen benommen um sie herum. Nach mehr als 24 Stunden ohne jegliche Verbindung zur Außenwelt, wird klar was viele befürchtet hatten, dass viele Menschen in der Provinz Leyte ihr Leben verloren, als Super-Taifun Yolanda am Freitag entfesselt durch das Land zog.

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Die meisten Todesfälle wurden durch Ertrinken in den um die 5 Meter hohen Sturmfluten verursacht, als Wasser durch extrem starke Winde vom Meer in Strömen an Land getrieben wurde und alles was sich ihm in den Weg stellte, weg schwemmte.

Der Super-Taifun überschwemmte 90 Prozent der Provinz Leyte und es wird wahrscheinlich einen Monat dauern, um die Stromleitungen zu reparieren. Die Bewohner in Leyte befolgten die Warnungen der Behörden, ließen sich evakuieren und bereiteten sich auf das Unwetter vor, aber dieser Taifun war einfach zu stark.

Inzwischen sprechen Berichte von eingestürzten Gebäuden, entwurzelten Bäumen, überschlagenen Autos und Menschen, die in Lumpen ihre toten Kinder über die Straßen tragen. Auch werden Plünderungen gemeldet, die vom Hunger der Menschen getrieben werden. Die Wahrung von Ruhe und Ordnung sei nicht mehr gegeben.

Die Regierung beginnt gerade damit, organisiert zu helfen, was anbetracht des fehlenden Kontakts zur Außenwelt, sich schwierig gestaltet. Die Priorität der Hilfe gilt denjenigen, die noch am Leben sind. Das dringendste Bedürfnis sei Nahrung und Wasser.

Das Militär hat den Befehl zur Einrichtung einer Basis am Flughafen Tacloban erhalten, der nach der Sturmflut in Trümmern zurück blieb. Laut Militär soll mit Huey Hubschraubern und C-130 Transport-Flugzeugen, Hilfsgüter in die Region gebracht werden. Das selbe Verfahren ist für die Provinzen Masbate und Iloilo geplant, die ähnlich heimgesucht wurden.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/524185/yolanda-death-toll-rises-to-138
und http://newsinfo.inquirer.net/524267/living-walk-dazed-among-the-dead-in-tacloban