Tacloban: PR oder Wahrheit? Recht und Ordnung wieder bestens

16. Nov. 2013 – Befürchtungen, dass die schreckliche Situation unter den verzweifelten Taifunüberlebenden in Tacloban weitere Gewalt hervorrufen würde, bewahrheiteten sich offenbar nicht, da eine verstärkte Präsenz der Polizei die Plünderer abschreckte.

Am Flughafen Tacloban, der Anfang der Woche schlimme Szenen erlebte, als Massen um einen Sitzplatz in einem Flugzeug kämpften, da sie die verwüstete Stadt verlassen wollten, ist anscheinend wieder Ruhe eingekehrt.

„Es sieht bereits ganz anders hier aus, im Vergleich, als wir hier ankamen.“, sagte Kapitän Jon Shamess von der US-Airforce, die am Dienstag in Okinawa abflogen, um die Sicherheit des Flughafens wieder herzustellen.

„Sobald zuvor ein Flugzeug landete, strömten alle Menschen dorthin, was natürlich eine sehr gefährliche Situation ist.“, berichtete Shamess. Es gibt immer noch Tausende von Menschen, die verzweifelt fliehen wollen, aber die meisten warten jetzt geduldig, bis sie an der Reihe sind.

In Tacloban sei die Polizeistärke auf rund 1.200 am Freitag angestiegen, durch Verstärkungen aus Manila, laut Wilben Mayor, Sprecher der Philippine National Police. „Es gab einige Plünderungen, aber das ist jetzt erledigt.“, meinte Mayor.

DKB-Partnerprogramm

„Wir sind immer noch sehr wachsam, bezüglich der Sicherheitslage, aber unser Fokus geht langsam weg von der Kriminalprävention, hin zur Unterstützung der Hilfsmaßnahmen.“, fügte er hinzu. Eine strikte nächtliche Ausgangssperre habe man in Tacloban am Montag Nacht in Kraft gesetzt.

Vereinzelte Schießereien hatten Befürchtungen eines Zusammenbruchs von Recht und Ordnung aufkommen lassen, als Überlebende um Nahrung und Wasser kämpften.

Patrick Fuller, Sprecher des Roten Kreuz meinte, dass die ersten Berichte über eine drohende Anarchie überzogen waren. „Wir müssen unterscheiden zwischen sehr verzweifelten Menschen in Tacloban, die lokale Lebensmittelgeschäfte plünderten und bewaffneten Banditen.“

Was die Lage stabilisierte war die Ankunft des US-Flugzeugträgers USS George Washington, die dringend benötigte Hilfe in die Städte flogen. Ein Sprecher des philippinischen Militärs sagte: „Unser Hauptproblem ist nicht so sehr die Sicherheit, als viel mehr die Logistik.“


Quelle u.a.: http://www.rappler.com/nation/43820-law-order-prevailing