Tacloban City: Plünderungen und Vandalismus nach Taifun Yolanda

10 . Nov. 2013 – Die Leichen verteilen sich überall in den Straßen der vom Taifun verwüsteten Stadt Tacloban City und verhindern somit eine Zählung, wie viele es tatsächlich sind. Die Stadt taumelt durch den Schock der ungeahnten Kräfte des Taifuns und seiner verursachten Sturmflut, die eine Höhe wie ein 3-stöckiges Gebäude erreichte.

Allerdings brachen Plünderungen und Vandalismus aus, bereits wenige Stunden nachdem die Stadt von dem Taifun getroffen wurde. Recht und Ordnung kamen zum Erliegen. Polizisten und lokale Beamte waren nicht mehr zu erreichen, da sie selbst Opfer des Taifuns wurden. Auch der Bürgermeister der Stadt, Alfred Romualdez, versuchte sich auf das Dach seines Hauses zu retten und musste gerettet werden.

All dies wurde telefonisch Präsident Aquino von Innenminister Mar Roxas und Verteidigungsminister Voltaire Gazmin von der Mactan Airbase in Lapu-Lapu City aus, mitgeteilt, nachdem sie die verwüstete Stadt Tacloban vom Boden und aus der Luft, inspizierten.

„Es waren so viele, die getötet wurden. Als wir zu Fuß unterwegs waren und vom Boden aus die Inspizierung fortsetzten, lagen zwei hier, fünf dort, drei hier. So sah es ungefähr aus.“, berichtete Roxas dem Präsidenten.

Bereits Stunden nach der Verwüstung des Flughafens, der Betriebe und Häuser, wurden Menschen gesehen, die Geschäfte, Supermärkte und Lagerhallen plünderten, vermeldete Roxas. Einige durchwühlten die Hallen des Getränkeherstellers Coca Cola und rechtfertigten die Plünderungen indem sie sagten, dass sie sehr hungrig seien, ergänzte er.

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„Jegliche Versorgung kam zum Erliegen. Es gibt kein Wasser, keinen Strom und keine Kommunikation.“, sagte er den Reportern.

Um die Situation wieder kontrollieren zu können, kündigten Roxas und Gazmin an, eine Verstärkung der Truppen in die Stadt zu schicken, da die vorhandenen Soldaten damit beschäftigt seien, die Straßen und Brücken zu räumen, insbesondere die ‚San Juanico Bridge‘ sowie die Straßen zu den Häfen und dem Flughafen.

Aus Roxas City wurden rund 100 Soldaten und aus Calbayog City rund 180 Polizisten sofort abkommandiert, darunter 30 Polizisten des ‚Regional Public Safety Battalions‘ in Cebu, die die Ordnung in Tacloban wieder herstellen sollen. Eine Beschleunigung der Ankunft bzw. Verteilung von Hilfsgütern, soll dies unterstützen.

114.000 Säcke Reis wurden dem DSWD (Department of Social Welfare and Development) übergeben, die wiederum den Reis in 2-Kilo Gebinde zur sofortigen Verteilung umpackten. Roxas sagte, Militärhubschrauber hätten bereits Hilfsgüter zum Flughafen in Tacloban City gebracht. Aber diese Güter könnten den Flughafen erst verlassen, wenn die Trümmer auf den Zufahrtsstraßen entfernt seien.

Roxas sagte weiter, ihre Luftinspektion der Küste ergab, dass in diesem Streifen von bis zu 500 Metern der Wohngegend, alle Häuser zerstört wurden. Laut Roxas wurden die Vorbereitungen auf den Taifun zwar umgesetzt, jedoch scheint es, dass die Behörden nicht auf solch eine Stärke des Taifuns vorbereitet waren.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/524311/chaos-dead-bodies-on-typhoon-ravaged-streets-of-tacloban-city