Tacloban: CNN kritisiert Hilfsmaßnahmen als unorganisiert, keiner zuständig

13. Nov. 2013 – Die amerikanischen Journalisten Anderson Cooper und Paula Hancocks, die für CNN von der Katastrophe berichten, drückten ihren Missmut über die philippinischen Behörden bei der Durchführung der Hilfsmaßnahmen aus.

In ihren auf der ganzen Welt ausgestrahlten Fernsehberichten, bezeichneten Cooper und Hancocks die Hilfsmaßnahmen der Regierung, als unorganisiert, sodass die Überlebenden meist auf sich selbst gestellt seien. „Es ist sicher unorganisiert. Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, im Vergleich zu dem, was nötig wäre.“ berichtet Hancocks, eine internationale Korrespondentin bei CNN.

„Es sind bereits 5 Tage vorbei und die Menschen sprechen mich an: ‚Ich brauche Essen, ich brauche Wasser, warum sind die Leichen noch auf der Straße?‘ Es ist unglaublich, seit fünf Tagen versuchen die Menschen, in den Trümmern ihrer Häuser zu leben.“, fügte sie hinzu.

Cooper, ein anerkannter Fernseh-Journalist beobachtete wie die philippinischen Behörden und das Militär eine „Ewigkeit“ benötigen, um etwas auf die Beine zu stellen.

„Es ist eine schlimme, schlimme Situation hier. Es wird leider nicht besser von Tag zu Tag. Wir gehen nun in den fünften Tag, seit der Sturm hier Tacloban traf … Man würde vielleicht eine Essensausgabe erwarten, die nach 5 Tagen eingerichtet wurde. Doch wir haben nichts gesehen, schon gar nicht in diesem Bereich.“, sagte Cooper im Gespräch mit CNN in der Nachrichtensendung am Dienstag.

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„Es ist eine sehr verzweifelte Situation, unter den verzweifeltesten Katastrophen in den letzten paar Jahren, über die ich berichtet habe.“, fügte er hinzu. Cooper, der über die großen Katastrophen der Welt berichtet hat, verglich die philippinischen Hilfsmaßnahmen mit einer ähnlichen Katastrophe in Japan, dem Tohoku Erdbeben und dem Tsunami im Jahr 2011.

„Während in Japan innerhalb von ein oder zwei Tagen, die japanischen Streitkräfte die Städte in Segmente aufteilten und Nahrung verteilten, nach Menschen suchten und durch die Trümmer sich wühlten, haben wir hier nichts gesehen, das einem Großeinsatz nahe kommt.“, sagte er.

Er fügte hinzu, dass es für die Überlebenden und sogar die freiwilligen Helfer unklar sei, wo sich denn überhaupt das Zentrum der Hilfsaktionen befindet. „Wer ist verantwortlich von philippinischer Seite für die ganze Operation? Das ist nicht klar. Ich hatte bislang Hoffnung, dass die Dinge doch noch gut würden. Aber das scheint nicht so zu sein.“, bemerkte er.


Quelle u.a.: http://www.philstar.com/headlines/2013/11/13/1256254/cnn-journos-tacloban-ops-disorganized-no-one-charge