Bürgermeister von Tacloban unter Beschuss durch Aquino

19. Nov. 2013 – „Ich bekämpfe nicht die Regierung. Ich brauche sie.“, sagte Taclobans Bürgermeister Alfred Romualdez. Er machte die Aussage inmitten Berichte, wonach ihn Innenminister Manuel Roxas zum Rücktritt aufgefordert haben soll, nach den Verwüstungen durch Taifun Yolanda. Die Regierung Aquino beschuldigte ihn und andere Vertreter der Stadt, nicht ausreichend auf den Taifun vorbereitet gewesen zu sein.

„Das stimmt doch gar nicht.“, sagte Romualdez. „Er wollte ein paar Unterlagen von mir, aber ich sagte ihm, er soll den Dienstweg einhalten. Ich stelle klar: Die Stadtverwaltung von Tacloban funktioniert. Wir sind auch ein Opfer: Meine Angestellten und meine Beamten.“

Romualdez meinte, dass anstelle von Menschen die mit dem Finger auf andere zeigen, mehr Geschlossenheit und mehr Anstrengung in den von Yolanda verwüsteten Bereichen benötigt würde. „Lasst uns die Dinge erledigen.“ Er sagte, seine Mitarbeiter, insbesondere diejenigen, die nicht mehr zum Dienst erschienen, weil sie einen ihrer Liebsten verloren, brauchten Verständnis und Beileid.

Zuvor beschwerte sich der Bürgermeister von Tacloban, Alfred Romualdez jedoch über Präsident Aquino, der seinen Zorn gegen die Stadtverwaltungen richtete, die auf den Taifun Yolanda nicht ausreichend vorbereitet waren.

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Romualdez gehört zum Clan der ehemaligen First Lady Imelda Romualdez-Marcos, deren Ehemann der verstorbene Diktator Ferdinand Marcos war und den Vater des Präsidenten ins Gefängnis brachte. Später wurde Benigno Aquino unter dem Marcos-Regime ermordet. Romualdez sagte, er weigere sich darüber zu spekulieren, ob in seinem Fall die Aquino-Marcos Fehde im Spiel sei.

Allerdings hat Romualdez bereits früher seine Unkenntnis und Fehleinschätzung eingestanden. Denn bereits am 15. November zitierten wir ihn: „… eine Sturmflut kennen die Menschen nicht.“, wo er sich selbst mit einschloss. Und: „Die Tatsache, dass auch Romualdez sich Zuflucht direkt am Meer suchte, zeigt, dass er selbst nicht mit einer Sturmflut gerechnet hat. Dies erklärt auch, weshalb viele in Tacloban überrumpelt wurden.“ (Vgl. HIER: http://www.philippinen.cc/2013/11/regierung-fehler-tsunami/

Nicht gerade beruhigend für eine 200.000 Einwohnerstadt, einen Bürgermeister zu haben, der angeblich nicht weiß was eine Sturmflut ist und sich noch nicht mal darüber informiert (zu dem Zeitpunkt lief das Internet noch!) …


Quelle u.a.: http://www.rappler.com/move-ph/issues/disasters/typhoon-yolanda/43983-yolanda-haiyan-tacloban-mayor-aquino
und http://manilastandardtoday.com/2013/11/19/-we-need-nat-l-govt-to-get-things-done-/
und http://www.philippinen.cc/2013/11/regierung-fehler-tsunami/