„Schnellverfahren“ im Umgang mit den Toten eingerichtet

16. Nov. 2013 – Das Gesundheitsministerium hat ein Treffen mit forensischen Experten der ‚World Health Organization‘ (WHO), des ‚National Bureau of Investigation‘ (NBI) und der ‚University of the Philippines‘ abgehalten, um ein Schnellverfahren im Umgang mit Toten einzurichten.

Dieses System orientiert sich an den derzeitigen internationalen Standards für die Identifikation von Katastrophenopfern. Das philippinische Rote Kreuz wird die Teams psychologisch unterstützen. In vielen betroffenen Gebieten sind noch immer viele Leichen nicht geborgen worden, wovon praktisch alle nicht identifiziert wurden.

In der Bevölkerung wuchs die Angst, dass Leichen Krankheiten verursachen würden. Doch die Gesundheitsexperten erklärten, dass Tote keine Epidemien verursachten. Die meisten infektiösen Keime überlebten keine 48 Stunden. Die Helfer sollten Handschuhe tragen, wenn sie die Toten bergen und ihre Hände waschen.

Mehrere Teams, die jeweils aus einem forensischen Experten und vier weiteren Helfern bestehen, darunter auch einem Fotografen, starten heute ihre Arbeit mit dem Schnellverfahren. Die Identifizierung erfolgt nicht in der Öffentlichkeit, aber überlebende Angehörige werden zu einem bestimmten Zeitpunkt gebeten, die endgültige Identifizierung der Leichen zu bestätigen.

Man hofft, dass jedes Team täglich 40 Tote bearbeitet. Die endgültige Identifizierung der Leichen wird eine Weile dauern, weshalb das Gesundheitsministerium an die Öffentlichkeit appellierte, Geduld und Verständnis zu haben. So müssten Fotos erstellt, Erkennungszeichen und Habseligkeiten sowie geeignete Proben für DNA-Tests gesammelt werden. Und dies unter schwersten Bedingungen.

Nach der Identifizierung werden die Leichen vorübergehend begraben, um künftige Untersuchungen zu ermöglichen, falls erforderlich.


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/national/61879-quick-system-for-management-of-corpses-set