CNN: Regierung lässt Grundgüter an Taifun-Opfer verkaufen, statt sie kostenfrei zu verteilen

28. Nov. 2013 – Die Regierung verteidigte sich gestern gegen die Kritik eines CNN Reports, in Verbindung mit dem Regierungsprogramm „Diskwento Caravan“, bei dem den Taifunopfern in den Central Visayas, Waren verkauft werden.

Der PR-Mann der Regierung Sonny Coloma Jr. betonte, dass das Handelsministerium (DTI) den „Diskwento Caravan“, der Grundgüter zu ermäßigten Preisen anbietet, plante bevor Taifun Yolanda die Region zerstörte. „Bereits vor Taifun Yolanda, fuhr der Caravan durch die großen Städte und Gemeinden und bot Grundnahrungsmittel sowie Haushaltswaren zu niedrigsten Preisen an.“, sagte Coloma in einer Erklärung.

Coloma erklärte, dass das DTI private Hersteller und Händler von Konsumgütern zur Beteiligung aufrief, um kommerzielle Aktivitäten neu zu starten bzw. wiederzubeleben, in den Bereichen deren öffentliche Märkte und Einzelhandelsgeschäfte zerstört wurden. „Die Bürger der vom Caravan besuchten Gemeinden, kauften fast alle der zum Verkauf angebotenen Waren.“, betonte er stolz.

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Aber Coloma sagte auch, dass trotz des Caravans, die Regierung weiterhin Hilfspakete mit Lebensmittel und lebensnotwendigen Gütern, an die Familien verteile, die in Zelten, Evakuierungszentren und Notunterkünften lebten. „Diskwento Caravan unterstützt und ergänzt die Sozialprogramme der Regierung in Bezug auf die Soforthilfe und den Wiederaufbau in den betroffenen Gebieten.“, sagte er.

Alle bisherige Kritik daran sei „unpassend“.

Der Diskwento Caravan bietet Waren wie Brot, Milch, Kaffee, Trinkwasser, Konserven, Reis und Nudeln mit einem Preisnachlass von 10 bis 30 Prozent den Menschen an, die durch den Sturm alles verloren haben und vermutlich wenig oder gar kein Geld besitzen. Der Caravan gastierte gestern in Tacloban, wo man stolz erklärte, an dem Tag 512.000 Pesos umgesetzt zu haben.

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Die Nachrichten über das „Sozial“-Programm kursieren online und riefen Kommentare aus der Öffentlichkeit hervor, wie „unsensibel“ oder eine „völlig falsche Maßnahme“.

„Das ist sehr enttäuschend und sehr frustrierend, da die ganze Welt weiß, dass die Spenden für das philippinische Volk vom ersten Tag nach dem Taifun flossen. Während die Regierungen anderer Länder große Mengen an Hilfe für das philippinische Volk spendeten, scheint dagegen die Regierung der Philippinen nicht bereit zu sein, ihrer eigenen Bevölkerung helfen zu wollen.“

Handelsminister Gregory Domingo behauptete hingegen, dass der Caravan in Leyte und Samar „unter großen Opfern“ der Mitarbeiter erfolgte, die sogar 30-Stunden Schichten einlegten, um diese jeden Tag in die Provinzen zu bringen. „Es ist deren Wunsch zu helfen, was sie bisher bei Laune hält. Ich hoffe nur, sie erfahren nichts von den negativen Kommentaren zum Diskwento Caravan. Das würde ihnen sicherlich das Herz brechen.“, meinte er.

Der Leiter des DTI der Region, Stanley Tabiando kündigte an, dass der Caravan nicht mehr als Ein-Tages-Veranstaltung stattfindet, sondern in Tacloban bleibe, bis die Geschäfte zum „Normalbetrieb“ zurückkehrten. Der Caravan, der zwischen 8 und 17 Uhr öffnen wird, soll dann auch Brot und Baumaterialien den Taifun-Opfern neben dem Grundbedarf anbieten.


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/national/62624-palace-slams-criticism-posted-on-cnn