PR-Mann Coloma wegen „verbogenen Gedanken“ unter Beschuss

26. Nov. 2013 – Philippinische Journalisten verschlug es am Montag fast die Sprache, wegen der „verbogenen Logik“ des PR-Mannes des Präsidenten Coloma, der behauptete, wenn das Maguindanao Massaker nicht im Jahr 2009 stattgefunden hätte und dabei 32 Journalisten getötet worden wären, das Problem der Journalisten-Morde in dem Land „wirklich nicht so ernst wäre“.

Die Journalistengewerkschaft NUJP (National Union of Journalists of the Philippines) meinte daraufhin, dass die verbogene Logik von Herminio Coloma, dem PR-Mann des Präsidenten, demnach bedeute: „157 Morde minus 32 Opfer des Massakers ergeben 125. Also eine geringe Summe.“

„Nun, durch Herrn Coloma, haben wir eine sehr klare Vorstellung erhalten, wie viel Pressefreiheit und Rechtsverständnis diese Regierung tatsächlich hat: NULL!“, erklärte die NUJP.

Von der Gesamtzahl der 157 ermordeten Journalisten in den Philippinen, wurden 23 in den ersten 40 Monaten der Regierungszeit von Präsident Aquino getötet. Laut des ‚Philippine Center for Investigative Journalism‘, habe damit Aquino die höchste Anzahl an Journalistenmorden seit 1986.

Basierend auf dem „Straflosigkeits-Index“ des New Yorker Komitees zum Schutz von Journalisten, sind die Philippinen das dritt-gefährlichste Land für Journalisten, gleich nach dem Irak und Somalia.

Coloma bestritt, dass er mit seiner Aussage die Journalistenmorde verharmlose und behauptete stattdessen: „Ich glaube nicht, dass ich das so gesagt habe.“

Die NUJP ergänzte, Coloma sollte mal mit den Familien der ermordeten Journalisten, abzüglich der 32 des Maguindanao Massakers, in Kontakt treten und denen erklären, dass „sie sich keine Gedanken machen müssten, da ihr Verlust und ihre Trauer nichts Ernsthaftes sind.“


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/11/26/-twisted-logic-of-coloma-hit/