Polizeichef gefeuert, da er die Opferzahl mit „10.000“ angab

15. Nov. 2013 – Der Polizeichef von Eastern Visayas soll bereits am Folgetag entlassen worden sein, nachdem er sagte, dass der Super-Taifun Yolanda bis zu 10.000 Opfer gefordert haben könnte.

Der Rauswurf von Chief Superintendent Elmer Soria, dem Polizei-Direktor für Eastern Visayas aus Palo (Leyte), wurde jetzt auf einem Treffen der philippinischen Militärakademie bekannt, bei der er ein Mitglied ist. „Er wurde seines Postens, als Kommandeur der Eastern Visayas, enthoben.“, berichtete ein Informant.

Soria wurde von Chief Supt. Henry Lozanes ersetzt, einem Klassenkameraden. Soria wurde von keinem geringeren, als Präsident Aquino zurück gepfiffen, da er die von Yolanda getöteten Opfer auf „10.000“ Menschen schätzte, ohne offizielle „Erlaubnis“.

Aquino sagte am Dienstag bei CNN, dass die Zahl der Todesopfer des Sturms wohl näher bei 2.000 bis 2.500 liege, als bei 10.000. „Zehntausend, denke ich, sind zu viel. Da waren persönliche Erlebnisse in dieser speziellen Schätzung beteiligt.“

Aquino meinte, die Regierung sammle noch Informationen aus den vom Taifun betroffenen Bereiche und räumte ein, dass sich die Zahl der Todesopfer erhöhen könnte.

Der Leiter der ‚National Police‘ Alan Purisima meldete, Sorias Meldung der Opfer sei ungeprüft und forderte ihn auf, seine Behauptung zu rechtfertigen.

Sorias Schätzung landete schließlich in den Schlagzeilen und wurde von internationalen Nachrichtenagenturen weiter zitiert. Der Informant sagte jedoch, dass Sorias „Schätzung“ die Zahlen waren, die von lokalen Beamten während eines Treffens genannt wurden.

Aquino und seine Katastrophenschutzbeamten verharmlosten Sorias Schätzung, aber es könnte später das wahre Bild der Verwüstung wiederspiegeln, meinte der Informant.

Die Vereinten Nationen nannten inzwischen die neueste Zahl der Todesopfer mit 4.460, nahezu dem Doppelten der letzten offiziell genannten Zahl.


Quelle u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/11/15/cop-sacked-for-projecting-10k-death/