Pacquiaos Steuerschulden: die harten Fakten

29. Nov. 2013 – Box-Superstar Manny Pacquiao hat im Jahr 2009 sein Einkommen falsch angegeben, als er in seiner Steuererklärung angab, weniger als 50 Millionen Pesos in den Philippinen verdient zu haben und seine Einnahmen aus seinen zwei Kämpfen in den Vereinigten Staaten in jenem Jahr erst gar nicht angab, berichtete BIR-Kommissarin Kim Henares gestern.

Sein Bruttoeinkommen lag somit um 1 Milliarde Pesos, sagte Henares, als sie ihre Behörde vor der öffentlichen Kritik verteidigte, vor allem derjenigen, dass sie seine Bankkonten einfror, wegen Nichtbegleichung von 2,2 Milliarden Steuerschulden. Pacquiao protestierte gegen das Einfrieren seiner Bankkonten, da nur die Vorlage des Nachweises fehle, dass er bereits im Jahr 2009 in den Vereinigten Staaten die Steuern gezahlt habe.

Pacquiao bestand darauf, der BIR Kopien der US Finanzbehörde vorgelegt zu haben, um seine bezahlten Steuern nachzuweisen. Sein Promoter Bob Arum von Top Rank, bezeugte diese Aussage.

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In einer Pressekonferenz im Justizministerium, wo Henares die Anklage wegen Steuerhinterziehung einreichte, bezeichnete sie das Problem mit Pacquiao als „Drama“ und „endlose Gespräche“ zwischen ihnen. Im Gegensatz zu den vielen „Experten“ im Volk, die glaubten, dass die Aquino-Regierung ihn herauspickte, betonte Henares, ihre Behörde habe ihm tatsächlich „viel Spielraum“ eingeräumt, sein Steuerproblem zu lösen.

Laut Henares begann die BIR sich Ende 2010 für Pacquiao zu interessieren, als er „plötzlich“ in der Rangliste der Top- Steuerzahler des Landes abrutschte. Als die BIR seine Einkommensteuererklärungen 2008 und 2009 prüfte, habe Pacquiao keine Dokumente vorgelegt, worauf die Behörde eine Zwangsvorladung gegen ihn erwirkte. Er reagierte mit einer eidesstattlichen Versicherung, in der er seine US-Einnahmen und Steuerzahlungen erklärte, allerdings ohne irgendwelche Belege.

Als Pacquiao seine geleisteten Steuerabzüge geltend machen wollte, war er nicht im Stande Unterlagen vorzulegen, sagte Henares. Die BIR stellte dann fest, dass er 769 Millionen Pesos Steuerschulden hatte, einschließlich Forderungen an Mehrwertsteuer. In seiner Steuererklärung 2009 habe Pacquiao, keine US-Einkommen erklärt, sondern lediglich weniger als 50 Millionen Pesos, die er in den Philippinen verdiente.

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Die Behörde berechnete seine zu zahlenden Steuern für das Jahr 2009 auf 1,433 Milliarden Pesos, basierend auf seine Einnahmen in den Vereinigten Staaten aus „öffentlichen Quellen“. „Obwohl er seine US-Einnahmen nicht deklarierte, gaben wir ihm zwei Jahre lang die Gelegenheit, zu beweisen, dass er Steuern dafür bezahlt hat. Eigentlich ist es zu spät für ihn, diese Erklärung zu machen. Aber aus Respekt für ihn, baten wir ihn, uns den Nachweis zu geben.“, sagte Henares den Reportern.

Sie sagte, die BIR habe Pacquiao im Mai dieses Jahres eine Aufstellung seiner gesamten steuerlichen Pflichten zu kommen lassen. Da Pacquiao keinen Widerspruch einlegte, wurde diese im Juni endgültig. Am 1. Juli hat die BIR einen Pfändungsbeschluss beantragt. Pacquiao zog vor das Steuergericht, um die Steuerforderung überprüfen und den Pfändungsbeschluss aufheben zu lassen.

Pacquiaos Antrag vor dem Steuergericht im August belege, dass er von dem Pfändungsbeschluss wusste. Henares spottete über Pacquiaos zuvor getätigte Aussage, zum Zeitpunkt der Ausstellung des Pfändungsbeschlusses, der nach seinem Boxkampf in Macau erfolgt sei und somit belege, dass er ungerecht behandelt würde.


Quelle u.a.: http://sports.inquirer.net/132673/bir-pacquiao-misdeclared-09-income