Pacquiao kämpft am Sonntag fast ohne Prominenz

20. Nov. 2013 – Taifun Yolanda hat offenbar das Interesse der philippinischen Kongress-Abgeordneten am Boxkampf zwischen Manny Pacquiao und dem Amerikaner Brandon Rios in Macau am nächsten Sonntag gedämpft.

Der Sprecher des Abgeordnetenhauses, Feliciano Belmonte sagte am Dienstag, nur ein Dutzend Mitglieder des Repräsentantenhauses hätten um Genehmigung gebeten, zu dem möglicherweise letzten Kampf Pacquiaos ins ‚Asia Casino Center‘ nach Macau zu fliegen.

Pacquiaos Trainer Freddie Roach hat bereits angekündigt, dass sich Pacquiao vom Boxen zurückziehen werde, sollte er gegen Rios verlieren.

Belmonte meinte, dass möglicherweise einige Abgeordnete mit ihren regulären Pässen zum Kampf kommen könnten, aber er bezweifelte dass dies eine große Anzahl sei.

„Ich glaube nicht, dass viele Mitglieder geneigt sind, an diesem Wochenende nach Macau zu fliegen. Ich denke, sie haben die Lust daran verloren, vor allem wenn sie das Leid der Menschen in Leyte und Samar sehen.“, sagte Belmonte .

Der Sprecher bot Reportern seine fünf Karten an, die er von Pacquiao erhalten hatte. Aber keiner war daran interessiert. Dem Vernehmen nach, sollen 60 bis 70 Abgeordnete Freikarten von Pacquiao erhalten haben.

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„Wegen der Ereignisse der vergangenen Woche, denke ich, dass unsere Mitglieder ausreichend Fingerspitzengefühl gegenüber der Notlage der Taifunopfer haben.“, ergänzte er.

Der Repräsentant von Negros Occidental, Alfredo Benitez stimmte Belmonte zu, dass die meisten Gesetzgeber lieber zu Hause blieben und im Pay-TV Pacquiaos Kampf beobachten. „Ich hatte geplant hinzugehen, aber nach Yolanda beschloss ich, zu Hause zu bleiben und mich bei den Hilfsaktionen zu beteiligen.“, sagte Benitez.

Der Abgeordnete von Caloocan, Edgar Erice sagte, er habe von Pacquiao vier Freikarten erhalten und plane, mit seiner Familie hinzugehen. „Ich habe meinen Teil an Hilfsaktionen geleistet und ich denke, Pacquiao braucht auch etwas Unterstützung. Außerdem verdient meine Familie ebenso einen Urlaub.“, sagte Erice.

Pacquiao selbst, hätte gerne die verwüsteten Städte Leytes besucht, wo seine Mutter herstammt, aber sein Trainer erlaubte ihm so kurz vor dem Kampf dies nicht mehr. Pacquiao versprach, einen guten Kampf zu liefern, um den Opfern der Katastrophe und der philippinischen Nation im Allgemeinen, ein gutes Vorbild zu geben.


Quelle u.a.: http://sports.inquirer.net/130217/not-too-many-congressmen-keen-on-pacquiao-fight