Ministerium sammelt Mitarbeiter-Spenden auf privatem Konto

18. Nov. 2013 – Das Ministerium für Agrarreform (DAR) fordert seine Mitarbeiter zu Spenden auf, für ihre vom Taifun betroffenen Kollegen, indem sie das Geld auf das persönliche Bankkonto der „rechten Hand“ des Ministers Virgilio de los Reyes überweisen sollen.

Die Vorsitzende der DAR-Gewerkschaft (DAREA) Nanette Pascual berichtete, ihre Mitglieder seien „sehr enttäuscht“, dass die DAR Führung nicht ein einziges Hilfsangebot den DAR Mitarbeitern unterbreitete, die in den betroffenen Regionen leben, jedoch die anderen DAR-Mitarbeiter um Spenden bittet.

Pascual berichtete weiter, DAREA Mitglieder seien auch über die Entscheidung der DAR-Führung entsetzt, ein persönliches Konto eines leitenden Mitarbeiters des Ministeriums zu verwenden, für das Einsammeln ihrer Spenden.

In einem Memorandum vom 12. November, an die Mitarbeiter des Ministeriums, werden diese aufgefordert ihre Spenden auf das Konto eines gewissen Justin Vincent La Chica bei der ‚Land Bank of the Philippines‘ einzuzahlen.

Die Mitarbeiter wurden auch dazu aufgefordert, per E-Mail die Details ihrer Spende, wie Betrag, Datum, Uhrzeit und Bankfiliale mitzuteilen, zur „Erleichterung der Buchhaltung“.

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„Alle eingesammelten Spenden werden ordnungsgemäß berücksichtigt und werden für die vom Taifun betroffenen Angestellten des DAR, in einer sozialen und vertretbaren Weise verwendet werden.“, schrieb La Chica in seinem Memo, das er selbst unterzeichnete.

Pascual hingegen sagte, dies sei „höchst irregulär.“ Aber in einem Interview sagte der für Rechtsangelegenheiten des DAR zuständige Staatssekretär Anthony Parungao, er fände nichts illegales an der Verwendung eines privaten Kontos für das Einsammeln von Spenden.

„Dies ist nicht beispiellos. Wir taten dies bereits im Jahr 2012 für die Opfer des Taifuns Pablo. So weit ich das einschätzen kann, ist nichts illegal daran.“, sagte der Staatssekretär.

Pascual sagte, dass mindestens vier der über 500 Mitarbeiter des DAR Regionalbüros in Leyte durch den Taifun gestorben seien. Und bis zu 90 Prozent der Beschäftigten seien durch Yolanda obdachlos geworden.

„Dennoch gibt es keine Hilfe vom DAR, um ihr Büro oder ihre Häuser zu reparieren. Auch haben sie ihr Gehalt noch nicht bekommen. Es gibt nicht mal ein Entgegenkommen seitens der Führung des Ministeriums, im Gegensatz zu früheren Regierungen.“, sagte Pascual.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/529261/dar-employees-ask-why-deposit-storm-donations-in-private-account