Maguindanao Massaker: nach 4 Jahren noch immer keine Verurteilung, aber viele Worte

23. Nov. 2013 – Die Regierung Aquino erneuerte gestern ihr Bemühen um Reformen, die das Gerichtsverfahren des Maguindanao Massakers von 2009, beschleunigen sollen.

„Wir bekräftigen unsere Solidarität mit den Familien derer, die ihr Leben beim Maguindanao Massaker am 23. November 2009 verloren. Wir sind entschlossen, die Kultur der Straflosigkeit zu durchbrechen, die zu diesem abscheulichen Verbrechen führte.“, sagte der für die PR der Regierung zuständige Sonny Coloma Jr., während einer Pressekonferenz gestern.

85 Menschen, darunter 32 Medienvertreter, starben bei dem schlimmsten politischen Massaker der Philippinen. Die Journalisten begleiteten den Konvoi, der von Genalyn Mangudadatu, der Ehefrau des damaligen Vize-Bürgermeisters von Buluan und jetzigen Gouverneur von Maguindanao, Esmael Mangudadatu anführte.

„Die philippinische Nationalpolizei wurde angewiesen, die Bemühungen zu intensivieren, um die noch frei umher laufenden 88 Verdächtigen, zu verhaften.“, meinte Coloma. Das Justizministerium sei kontinuierlich bemüht, seine Strafverfolgung zu stärken, ergänzte der PR-Mann.

„Wir begrüßen die Reformen, die u.a. Änderungen der Verfahrensordnung des Gerichts, herbei führen werden. Wir werden mit dem Kongress zusammenarbeiten, um das vorgeschlagene ‚Whistleblower Gesetz‘ zu verabschieden und Anpassungen beim Zeugenschutzgesetz zu priorisieren.“, sagte er.

Insgesamt 197 Menschen, darunter viele Mitglieder des Ampatuan-Clans, wurden angeklagt. Doch nach 4 Jahren ist noch kein einziger Angeklagter verurteilt worden. Lediglich wiederholt die Regierung immer wieder ihr Versprechen, den Opfern zu helfen. Viel warme Worte, denen aber keine Taten folgen …


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/national/62337-palace-seeks-justice-for-mass-slay-victims