Erdbeben kostete auch 440.000 Arbeitsplätze in den Visayas

5. Nov. 2013 – Die ‚International Labor Organization‘ (ILO) schätzt, dass rund 440.000 Arbeitnehmer ihren Job in den Central Visayas verloren, aufgrund des 7,2 starken Erdbebens vom 15. Oktober. Am stärksten davon betroffen sei die Fischerei.

Die vorläufigen Schätzungen der ILO-Philippinen zeigten, dass die meisten Arbeitsplätze in der Provinz Bohol verloren gingen, darunter alleine 3.000 in Loon, die von der Fischerei als wichtigste Quelle des Lebensunterhalts abhängig seien.

Das Erdbeben erhöhte die Schwefelemissionen, was die Qualität des Meerwassers beeinträchtigt. Auch Seegras und Mangroven trockneten langsam aus und die Fischfangmengen und das Einkommen seien stark reduziert.

Das Erdbeben hat auch große Straßen und Brücken zerstört. Die Reise nach Loon von der Hauptstadt aus dauert nun über drei Stunden, statt der üblichen 30 Minuten, was die Menschen darin beeinträchtigt, die grundlegenden Dienstleistungen wahrzunehmen und ihre Existenz zu sichern, sagte die ILO.

Der Bürgermeister von Loon, Lloyd Peter Lopez sagte, es besteht die Notwendigkeit den Lebensunterhalt in seiner Gemeinde zunächst in anderen Branchen aufzubauen. „Wenn den Leuten die Möglichkeit geboten wird, Geld zu verdienen, erhält man ihre Würde und kann ihnen helfen, ihr zerstörtes Leben und ihre Häuser wieder aufzubauen.“

Während Bürgermeister Lopez aus einem provisorischen Zelt heraus sich um die Gemeindebelange kümmert, da sein Haus durch das Erdbeben zerstört wurde, trauen sich Bauern und Fischer noch immer nicht zurück zu gehen, aus Angst vor Erdrutschen und Nachbeben.


Quelle u.a.: http://www.businessmirror.com.ph/index.php/en/news/economy/22322-440-000-lose-jobs-in-aftermath-of-central-visayas-killer-quake-says-ilo-phl