Malaysia beschuldigt Abu Sayyaf des Mordes an ausländischem Touristen

17. Nov. 2013 – Die malaysische Polizei beschuldigte gestern die ‚Abu Sayyaf‘ Terrorgruppe aus den Philippinen, hinter dem Mord an einem taiwanischen Touristen und der Entführung seiner Ehefrau zu stecken.

Die unerkannten Täter erschossen Li-Min Hsu (57) und entführten seine Frau An-Wei Chang (56) am frühen Freitagmorgen auf Pom Pom Island, einer beliebten Tauchregion im östlichen Bundesstaat Sabah auf der Insel Borneo.

Der Vorfall ereignete sich in einem abgelegenen Teil, der Anfang des Jahres einen blutigen Überfall von Anhängern des selbsternannten Sultans von Sulu, Jamalul Kiram, erlebte. Dies zeige die weiterhin existierende Bedrohung der Region, trotz des harten Durchgreifens der malaysischen Sicherheitskräfte.

Polizeichef Khalid Abu Bakar sagte, man verdächtige hinter dem Angriff die islamistischen Terroristen der Abu Sayyaf Gruppe. „Wir glauben, die Terroristen konnten hier unterschlüpfen, da es wegen der Hilfsaktionen für die Opfer des Taifuns Haiyan, eine große Truppenverlegung aus dem Süden des Landes in den Norden gab.“

Laut Khalid kamen die Angreifer vermutlich, in einer Gruppe von acht Terroristen mit einem Schnellboot. Die Behörden versuchten noch immer, die entführte Frau mit Hilfe ihrer philippinischen Kollegen zu finden. Ein weiterer Polizeibeamter bestätigte die Meldung, wollte diese jedoch nicht weiter kommentieren.

Die Abu Sayyaf war auch in den grenzüberschreitenden Überfall im Jahr 2000 auf die malaysische Insel Sipadan verwickelt. Damals wurden in der Nähe von Pom Pom 21 meist westliche Urlauber entführt und in die Philippinen verschleppt. Sie wurden später freigekauft.

Der Süden der Philippinen ist nur eine kurze Bootsfahrt von Sabahs Ostküste entfernt.


Quelle u.a.: http://globalnation.inquirer.net/91343/malaysia-blames-filipino-group-for-tourist-kidnapping