Kommunalwahlen: bereits 100 Tote im Wahlkampf

5. Okt. 2013 – 24 Tage vor der Wahl, wird jetzt die heiße Zeit erwartet. Dabei starben bereits im Wahlkampf nahezu 100 Kandidaten der am 28. Oktober stattfindenden Kommunalwahl, laut dem offiziellen Bericht der ‚Philippine National Police‘ (PNP). Dies trotz Waffenverbot, das letzte Woche verhängt wurde und das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit untersagt.

Laut den Aufzeichnungen der PNP sind zwischen dem 1. Januar und dem 22. September 96 amtierende Kandidaten sowie Herausforderer bei 177 Vorfällen getötet worden und 41 weitere wurden verwundet. Die Behörden sagten, die häufigste Ursache der Gewalt sei die politische Rivalität unter den Kandidaten.

Die PNP hatte auch 150 Gebiete zu unmittelbaren „Problemzonen“ erklärt, aufgrund des hohen Gewaltpotentials vor, während und nach den Wahlen.

In den Philippinen werden alle drei Jahre Kommunalwahlen abgehalten und Gewalt ist ein Markenzeichen dieser politischen Übung, sowohl bei den nationalen als auch bei den lokalen Wahlen.

Selbst auf Barangay-Ebene werden weitreichende Befugnisse erteilt, von der Schlichtung häuslicher Konflikte, bis zur Durchsetzung von Ruhe und Ordnung. Entsprechend begehrt sind deshalb die Posten.


Quelle u.a.: http://gulfnews.com/news/world/philippines/philippines-polls-100-officials-killed-ahead-of-elections-1.1239148