Eldorado für Sekten: Religiöse Geschäftemacher profitieren vom Erdbeben

26. Okt. 2013 – Eine religiöse Sekte, die eine Statue der ‚Muttergottes vom Heiligen Abendmahl‘ besitzt, hat den Zorn der Eigentümergemeinschaft in Mandaue City auf sich gezogen, da sie Gerüchte verbreitete, dass die Madonna Wunder vollbringe. Denn dabei riefen die religiösen Geschäftemacher jede Menge Chaos in ihrer Nachbarschaft hervor.

Die Sekte, die sich selbst als ‚Orden der Missionare des Heiligen Geistes‘ nennt, wird von einem gewissen Bischof Clarisso Benito L. Alvarez Jr. geleitet. Dieser wird jetzt von den Nachbarn beschuldigt, Gerüchten über angebliche Wunder verbreitet zu haben, womit die Menschen in Scharen angelockt wurden.

Alvarez und rund 10 seiner „Anhänger“ der religiösen Sekte, lebten seit zwei Wochen im Haus von Carmencita Botir, innerhalb des Almers Compounds. Die Sekte brachte eine lebensgroße Statue der Muttergottes mit, die nach Meinung einiger Bewohner der Gegend, Wunder bewirkte.

So behaupteten einige Bewohner, dass eine Bettlerin, die wie die Statue aussah, vor zwei Wochen in der Nachbarschaft gesehen wurde. Es wurde auch erzählt, dass die Bettlerin und die Statue, die gleichen Sandalen trugen.

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Mercy Tundag, Präsidentin der Nachbarschafts-Vereinigung sagte jedoch, die Gerüchte über die Wunderstatue seien ein Hoax (Falschmeldung) und die Alvarez-Sekte versuche nur Kapital aus der Angst der Menschen nach dem Erdbeben zu schlagen, indem sie Gerüchte über ein Wunder verbreiteten. Die Menschen seien gekommen, als ein Beitrag in Facebook gepostet wurde, über ein Wunder in ihrer Kapelle.

Botir gewährte der Alvarez-Sekte Unterschlupf, in der Hoffnung, dass sie von einer Krankheit geheilt werden würde. Fe Librero, eine weitere Bewohnerin sagte, die Menschen kämen aus ganz Cebu, seit das Gerücht begann. Librero sagte, sie würden permanent von Neugierigen gefragt, wo sich das Haus mit der Wunderstatue befände. Sie selbst jedoch glaube nicht daran, dass die Statue Wunder vollbringe.

Alvarez bestreitet, Gerüchte über Wunder der Jungfrau Maria gestreut zu haben. Er habe einen festen Glauben in die Muttergottes und habe die „Wunder“, von denen die Anwohner sprechen, nicht erlebt.

Weitere „Leichtgläubige“ zogen auch zur St. Augustine Gemeinde in Alcantara, einer Stadt im Süden Cebus, nachdem eine andere Madonna angeblich ihren Kopf nach rechts bewegte, mit Blick auf Bohol, wo das Erdbeben stattfand.


Quelle u.a.: http://www.philstar.com/cebu-news/2013/10/26/1249627/group-accused-spreading-rumors-mandaue-miracle-not-true-residents