Spektakulärer Raubüberfall auf Post Mitarbeiter: abgekartetes Spiel?

18. Okt. 2013 – Die Polizei in Quezon verdächtigt die Mitarbeiter der philippinischen Post, am Dienstag bei dem Raub von 9,4 Mio. Pesos beteiligt gewesen zu sein, die zur Verteilung an die Armen unter dem Armutsbekämpfungs-Programm der Regierung bestimmt waren und von der Post in die Stadt San Francisco geliefert werden sollten.

June Nuyda, Polizeichef der Stadt Pagbilao, wo der angebliche Überfall stattfand sagte, die Ermittler verdächtigten jetzt vier Post Mitarbeiter und den Fahrer des Lieferwagens. „Ermittler der Post werden außerdem eine Parallel-Untersuchung durchführen, auf den Verdacht, dass ihre eigenen Mitarbeiter die Räuber unterstützten.“ sagte Nuyda.

Der Fahrer des Lieferwagens, der vom Leiter des Post-Teams zum Transport des Geldes beauftragt wurde, gilt ebenso als Verdächtiger. Der Fahrer behauptete, ihm wurde von den Räubern in den Fuß geschossen, als er angeblich Widerstand gegen die Räuber zeigte. „Aber wir haben noch keine Anklage gegen sie erhoben. Wir befinden uns noch immer in den Ermittlungen und setzen die Mosaiksteine zusammen.“, berichtete Nuyda. Bereits am Mittwoch äußerten die Behörden den Verdacht, dass der Raub ein „Inside Job“ (ein abgekartetes Spiel) war.

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Er sagte, das Geld wurde in einem Lieferwagen von fünf Mitarbeitern des regionalen Postbüros in San Pablo City transportiert, als sie zum Mittagessen am Straßenrand in Pagbilao anhielten. Nach dem Mittagessen ging der Fahrer des Transporters zum Fahrzeug, um den Motor zu starten, wurde aber von drei Männern gezwungen, den Zündschlüssel herauszugeben. Der Fahrer soll sich geweigert haben, ihnen den Schlüssel auszuhändigen, weshalb einer der Räuber ihm in den Fuß schoss.

Der Räuber fuhr dann den Transporter mitten auf die Straße und blockierte damit die Durchfahrt, was zu einem Stau führte. Danach ergriffen sie die Geldtasche aus dem Fahrzeug und rasten mit einem Motorrad ohne Kennzeichen davon. Die Beute betrug rund 9,4 Millionen Pesos, die für Empfänger des staatlichen ‚Conditional Cash Transfer‘-Programms in San Francisco (Quezon) gedacht waren.

Die Polizei berichtete von einer Reihe Indizien, die Anlass zum Verdacht eines „Inside Jobs“ gaben. Darunter waren die exakte Kenntnis der Verdächtigen von Ort und Zeit des Mittagessens des Teams.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/509079/phlpost-employees-now-suspects-in-p9-4-m-robbery