Rating-Upgrade ist gut, aber Probleme wie Korruption oder Rechtsstaatlichkeit bleiben

6. Okt. 2013 – Drei Rating-Upgrades hintereinander sind mehr als willkommen, aber die Geschäftswelt bemängelt, die Ausmerzung der Korruption und die Gewährleistung der Rechtsstaatlichkeit, blieben als Aufgabe erhalten.

„Jedes Rating-Upgrade ist eine willkommene Nachricht. Ausländische Investoren werden dies als weiteren Grund zum Kommen ansehen und zum philippinischen Wirtschaftswachstum beitragen.“, sagte der Präsident der ‚Management Association of the Philippines‘, Melito S. Salazar.

Moodys erteilte den Philippinen in dieser Woche ihr drittes Investment Grade Rating, Monate nachdem die Rating Agenturen Fitch sowie Standard & Poors das Land aus dem „Junk-Status“ hoben. Der Leiter des ‚Makati Business Clubs‘ Peter Angelo V. Perfecto meinte, das neueste Rating-Upgrade spiegelt das wachsende Interesse an den Philippinen als Investitionsstandort wieder.

Aber der Präsident der ‚European Chamber of Commerce of the Philippines‘ (ECCP) verwies darauf, dass ein Investment-Grade-Status keine Garantie für mehr Investitionen sei, die auch ein integratives Wachstum und Beschäftigung schaffen würde. Auch andere Geschäftsleute wiesen darauf hin, dass noch viel mehr Reformen erforderlich seien, um eine Flut an ausländischen Direktinvestitionen (FDI) im Land auszulösen.

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„Die Ratings werden keine Jobs schaffen oder die Armut reduzieren, solange nicht Hindernisse für die Geschäftstätigkeit reduziert werden. Dabei stehen die Korruption, die Rechtsstaatlichkeit und die Bürokratie an der Spitze der Liste.“, sagte Rhicke Jennings, Präsident der ‚American Chamber of Commerce of the Philippines‘ (AmCham) und stellte fest, dass die Direktinvestitionen in den Philippinen, im Vergleich mit anderen ASEAN-Ländern, schwach blieben.

Gunter Matschuck, Präsident der Deutsch-Philippinischen Industrie- und Handelskammer betonte, dass langfristige Investitionen, wie das verarbeitende Gewerbe, ein stabiles rechtliches Umfeld erforderten. „Um attraktiv zu werden, müssen Sie Kontinuität zeigen. Man kann nicht kurzfristig Gesetze ändern, da die Produzenten langfristig investieren und hierfür langfristige Verpflichtungen benötigen.“, berichtete Matschuck während einer Pressekonferenz. „Ändern Sie niemals während des Spiels die Regeln. Das ist das erste, was Sie für Investoren tun müssen.“, fügte er hinzu.

Für John D. Forbes, von der AmCham ist das dringendste Problem, das die Regierung Aquino angehen sollte, das ineffiziente Verkehrssystem. „Ich stecke gerade in einem Stau fest!“, sagte er in einer SMS-Nachricht, „Also lassen Sie uns mit der Verbesserung des bodengebundenen Verkehrs-Chaos, das sich über ganz Luzon hinzieht, beginnen.“

„Es stimmt mich traurig, dass die derzeitige Regierung kaum einen Kilometer Schienen für den Zugverkehr verlegt.“, sagte Forbes. Die jüngste Ausschreibung für die schon lange verzögerte Erweiterung der ‚Light Rail Transit Line 1‘ nach Cavite zum Beispiel, wurde zum Misserfolg erklärt. „Wenn das Land Investitionsklima Reformen vertieft, dann wird es weitere internationale Anerkennung seiner Fortschritte und mehr Investitionen, erhalten.“, sagte Forbes.

Jennings sagte, Reformen sollten in einem zügigen Tempo umgesetzt werden, sodass die Unternehmen wachsen können und dringend benötigte Arbeitsplätze und neue Chancen schaffen können.


Quelle u.a.: http://www.interaksyon.com/business/72008/credit-upgrade-is-good-but-businessmen-say-corruption-rule-of-law-remain-problems