Leptospirose: „Alles unter Kontrolle“ kam etwas zu vorschnell

12. Okt. 2013 – Einen Tag nach dem der Gesundheitsminister den Leptospirose Ausbruch als „unter Kontrolle“ erklärte und für die betroffene Provinz eine Sturmwarnung (Signal Nr. 3) ausgerufen wurde, forderte die durch Ratten übertragene Seuche weitere Leben in Zambales.

Die Todesfälle durch Leptospirose erreichte 10 und die Anzahl der Infizierten stieg gestern auf 426, wie das ‚James L. Gordon Memorial Hospital‘ in Olongapo City vermeldete, das inzwischen mehr als „überbelegt“ ist.

Gesundheitsminister Enrique Ona, erklärte wohl etwas zu schnell, während seines Besuchs am Donnerstag, dass der Leptospirose Ausbruch unter Kontrolle sei, da an diesem Tag nur ein weiterer Patient ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Wenige Stunden nach Onas Besuch, registrierten die Behörden jedoch einen weiteren Todesfall.

Außerhalb des Krankenhauses errichtete das philippinische Rote Kreuz Zelte für die Patienten, die nicht mehr in die Krankenstationen gequetscht werden konnten. Ona berichtete, die Seuche werde durch Ratten ausgelöst, die in Olongapo aufgrund der schlechten Müllsammlung verstärkt auftreten und im Hochwasser ertranken, als die Stadt in der letzten Septemberwoche stark überschwemmt wurde.

Der Bürgermeister von Olongapo, Rolen Paulino ließ den Vorwurf nicht auf sich sitzen und entgegnete, dass die Ratten, die die Leptospirose auslösten, von einer verlassenen Mine stammten, wo sie durch die Überschwemmung angetrieben wurden. Der Bürgermeister sagte auch, die Reinigung der Stadt habe sich nach der Überschwemmung verzögert, da die Stadtverwaltung lediglich 3 funktionsfähige Müllfahrzeuge in Betrieb habe. Laut Rathaus stünden nicht genügend finanzielle Mittel zur Verfügung, um Fahrzeuge zu mieten.

Der ehemalige Senator und Bürgermeister von Olongapo, Richard Gordon, hatte schwere Ausrüstung in das Gebiet geschickt, das er dem philippinischen Roten Kreuz zur Verfügung stellte. Edward Buena, Leiter des Roten Kreuzes Olongapo sagte, sie hätten zwar rund 20 freiwillige Krankenschwestern, die im Gordon Krankenhaus aushelfen würden, aber sie benötigten mehr Freiwillige.


Quelle u.a.: www.rappler.com/nation/41147-olongapo-leptospirosis-claims-more-lives