Globaler Sklaverei Index: PH auf Rang 98, aber …

18. Okt. 2013 – Die Philippinen landeten auf Platz 98 des globalen Sklaverei Index, der die Länder auf der Grundlage des Vorkommens von moderner Sklaverei auflistet.

Das Ranking, das von der ‚Walk Free Foundation‘ (WFF) erstellt und gestern veröffentlicht wurde, basiert auf drei Faktoren: der jeweiligen Häufigkeit der
– moderner Sklaverei in der Bevölkerung,
– der Kinderehe und
– des Menschenhandels ins und aus dem Land.

Je höher das Ranking ist, desto mehr moderne Sklaverei existiert in einem Land. Die Philippinen befinden sich demnach in der unteren Hälfte der Rangliste von 162 Ländern, die von der Studie erfasst wurden. Jedoch im Vergleich zu seinen asiatischen Nachbarn, liegen die Philippinen nur auf dem 12. Platz.

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Der Bericht schätzt, dass zwischen 140.000 und 160.000 Menschen in den Philippinen versklavt sind, bei einer Gesamtbevölkerung von 96 Millionen Menschen. „Moderne Sklaverei ist eine wesentliche Besorgnis für die Philippinen, vor allem wegen der großen Zahl an Filipinos, die nach Übersee migrieren, hauptsächlich wegen der Arbeit.“, besagt der Bericht.

„Die Berichte lassen vermuten, dass philippinische Migranten anfällig für moderne Sklaverei sind und zum Ziel von Zwangsarbeit und unfreiwilliger Knechtschaft in vielen Branchen wurden, wie Haushaltshilfen und der Sex-Industrie, der Seefahrt und maritimen Arbeit, der Fischerei, der Landwirtschaft, dem Gesundheitswesen, Ingenieurberufen, der Konstruktion und Fertigung.“

Im Bericht wird auch darauf hingewiesen, dass die Versklavung innerhalb des eigenen Landes ein „erhebliches Problem“ darstelle. Besonders gefährdet seien Menschen, die aus ländlichen Gebieten stammten und in den großen städtischen Gebieten landeten.

Die WFF stellte jedoch immerhin fest, dass „trotz geringer Ressourcen“ die Regierung „bemerkenswerte Anstrengungen“ unternimmt, bei der Bekämpfung der modernen Sklaverei, sowohl im eigenen Land als auch im Ausland. Dazu gehörten Gesetze gegen den Menschenhandel, die Unterstützung der OFWs, dass man als Vertragspartner bei den internationalen Anti-Sklaverei-Abkommen auftritt und Programme zum Schutz der Opfer startet.

Der Bericht stellte jedoch auch fest, dass die Korruption, die in der Regel mit dem Menschenhandel verbunden ist, noch immer weit verbreitet ist und das Land sich mehr bemühen muss, um die moderne Sklaverei zu beenden.

Die WFF wurde im Mai letzten Jahres in Perth an der australischen Westküste gegründet. Sie verfügt derzeit über ein 20-köpfiges Team. Sie hat die Unterstützung der ehemaligen US-Außenministerin Hillary Clinton, Großbritanniens Ex-Premierminister Tony Blair, dem aktuellen australischen Premierminister Tony Abbott und den Philanthropen Bill Gates, Richard Branson und Mo Ibrahim.

Die WFF hofft, dass der jährliche Index den Regierungen bei der Überwachung und Bekämpfung der Sklaverei hilft, die sie als „versteckte Verbrechen“ bezeichnet.

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Hier ein Auszug des Rankings (Land, Platzierung):
Mauritania 1
Haiti 2
Pakistan 3
India 4
Nepal 5
Moldova 6
Benin 7
Côte d’Ivoire 8
Gambia 9
Gabon 10
Senegal 11
Ethiopia 12
Sierra Leone 13
Togo 14
Cape Verde 15
Eritrea 15
Guinea 17
Ghana 18
Republic of the Congo 19
Guinea-Bissau 20
Cameroon 20
udan 22
Democratic Republic of the Congo 23
Thailand 24
Uganda 25
Burkina Faso 26
Somalia 27
Niger 28
Tanzania 29
Laos 30

Turkey 90
Algeria 91
Yemen 92
Morocco 93
Brazil 94
El Salvador 95
Bahrain 96
Qatar 96
Philippines 98
Oman 99
Kuwait 100

United States 134
Barbados 135
Germany 136
South Korea 137
Australia 138
France 139
Netherlands 139
Hong Kong 141
Singapore 142

Den vollständigen Bericht gibts HIER: http://www.walkfreefoundation.org/ bzw.
HIER: http://www.globalslaveryindex.org/report/?download


Quelle u.a.: www.rappler.com/nation/41604-ph-98th-in-global-slavery-index