Noch kein Filipino saß für Steuerhinterziehung im Gefängnis!

27. Okt. 2013 – Während zumindest ein einziger Steuersünder rechtskräftig vom Gericht verurteilt wurde (befindet sich allerdings auf der Flucht …), wurde noch niemand hinter Gitter gebracht für dieses Verbrechen, was dem Land dringend benötigte Ressourcen für soziale Dienste oder der Bekämpfung der Armut raubt.

Aber die Leiterin der BIR, Kim Jacinto-Henares will dies in den verbleibenden zwei Jahren und acht Monaten von Aquinos Regierung noch ändern. Dies sei eines der wichtigsten Ziele des ‚Bureau of Internal Revenue‘ (BIR oder Finanzamt), das selbst als eine der korruptesten Behörden der gesamten Bürokratie, zumindest in der Vergangenheit, angesehen wurde.

„Wir haben noch nie jemanden ins Gefängnis geschickt.“, sagte Henares mit einem frustrierten Unterton. Das BIR habe immerhin fast 200 Anklagefälle beim Justizministerium eingereichten, seit sie ihre Kampagne vor mehr als drei Jahren begannen.

Nur 10 dieser Anklagen haben die Hürde der Staatsanwälte auch tatsächlich genommen und wurden als Steuerhinterziehung vor Gericht gebracht. Der Rest sei entweder noch in Bearbeitung oder aus Mangel an Beweisen abgewiesen worden.

Selbst anbetracht der Realität von notorisch langsamer Justizverfahren in den Philippinen, ist Henares fest davon überzeugt, dass die Regierung Aquino Geschichte schreiben wird, indem sie den ersten Steuerhinterzieher ins Gefängnis bringt.

„Natürlich können wir es in der verbleibenden Zeit schaffen, selbst unter Berücksichtigung von Berufungsverfahren, wenn die Justiz sich schnell bewegt.“, meinte sie, was sich allerdings stark nach „Zweckoptimismus“ anhört.


Quelle u.a.: http://business.inquirer.net/149529/kim-henares-we-have-yet-to-send-one-to-jail