Offensichtlich Fälschung der Kriminalstatistik in großem Stil

23. Okt. 2013 – Der Leiter der ‚Philippine National Police‘, Alan Purisima sagte gestern, dass weitere Polizeichefs überführt wurden, Kriminalstatistiken „frisiert“ zu haben und damit ein rosarotes Bild des Zustands von Ruhe und Ordnung in ihren Zuständigkeitsbereich zu zeichnen.

Purisima sprach dies erneut als Warnung aus, da der Umfang der Statistikfälschungen offensichtlich flächendeckend erfolgte: So habe er die Entlassung von zwei Polizeichefs in Central Luzon angeordnet, wegen „zu geringer Berichterstattung“ der Verbrechen in ihren Bereichen. Der PNP-Chef sagte weiter, gegen vier weitere Polizeichefs in Pampanga, Angeles City und Bataan liefen Vorermittlungen wegen ähnlichen Vergehen bei der genauen Berichterstattung zur Kriminalstatistik.

Purisima hat bereits 11 ‚National Capital Region‘ Polizeiführer und 30 aus Western Visayas versetzt, die ebenfalls befunden wurden, die Kriminalstatistik manipuliert zu haben. Der PNP-Chef kündigte erneut an, dass er es nicht dulden werde, dass seine Männer die Kriminalstatistik fälschten, um den Eindruck zu erwecken, bei ihnen sei alles gut und in Ordnung.

Laut PNP Pressestelle basieren die Maßnahmen auf einer Überprüfung zwischen dem 27. August und dem 1. September, über den Zeitraum von Januar bis Juni dieses Jahres. Die Prüfung umfasste die manuelle Auszählung der Verbrechen in den ‚Polizei Blottern‘ der jeweiligen Polizeistationen, die mit den Berichten der verschiedenen Barangays verglichen wurden. Dabei stellte man bis zu 75 Prozent unterschlagener Kriminalfälle in einigen Polizeistationen fest.

Purisima entließ erst letzte Woche 13 Polizeibeamte in Western Visayas, einschließlich den Direktor der Provinz Aklan, nachdem man entdeckte, dass tausende Verbrechensfälle erst gar nicht gemeldet wurden. Die Überprüfung deckte auch auf, dass mindestens 6.800 Kriminalfälle oder 41,6 Prozent, nicht gemeldet wurden. Dies betrifft allerdings nur die untersuchte Region 6.


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/national/60443-more-police-chiefs-face-ax