Erdbeben zerstörten auch die Touristen-Planungen

19. Okt. 2013 – Die Philippinen werden wahrscheinlich ihr Ziel von 5,5 Millionen Touristen dieses Jahr verfehlen, nach den jüngsten „ungünstigen Entwicklungen“ wie dem starken Erdbeben, das Central Visayas getroffen hat, verlautete aus dem Tourismusministerium.

Der Staatssekretär im Tourismusministerium, Daniel Corpuz erklärte, die Touristenankünfte würden dieses Jahr voraussichtlich den Rekordwert von 5 Millionen erreichen, obwohl dies niedriger sei als das Ziel der Regierung von 5,5 Millionen für 2013.

Das 7,2 starke Erdbeben, das diese Woche die Central Visayas traf, forderte nicht nur mehr als 170 Todesopfer, sondern beschädigte auch Kulturdenkmäler und touristische Einrichtungen in Bohol, Cebu und Siquijor.

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Die internationalen Ankünfte in den ersten acht Monaten stiegen um 12 Prozent auf 3,2 Mio. Touristen, wovon die Koreaner mit 822.128 die größte Masse stellten. Corpuz meinte jedoch, dass die 5 Millionen Touristen-Ankünfte erreicht würden, trotz verschiedener Hürden, wie den politischen Problemen mit Malaysia, den territorialen Streitigkeiten mit Taiwan oder dem jüngsten Erdbeben in den Visayas.

Das Erdbeben in den Visayas verursachte spontan die Stornierung der Reisen von 1.300 Koreanern nach Cebu und Bohol. Über 100 Besucher aus China hätten ebenso ihre Pläne abgesagt. „Andere sind davon nicht betroffen. Also die Frage ist weniger die des Marketingprogramms, als viel mehr den Zustand an den Touristenzielen in Cebu und Bohol wieder herzustellen.“, meinte Corpuz.

Die Probleme mit Malaysia in der ersten Hälfte des Jahres (Anm.: durch den selbsternannten Sultan, der in Sabah einfiel), zeigten ihre Auswirkungen auf den malaysischen Touristenmarkt. Während dieser im Vorjahr um 20 Prozent wuchs, schrumpfte dessen Wachstum nun auf nur noch 3 Prozent zusammen. Die Touristenankünfte aus Taiwan fielen sogar um 33 Prozent, nach den Spannungen zwischen beiden Ländern im Zusammenhang mit dem Mord an einem taiwanesischen Fischer, durch die philippinische Küstenwache.

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Und nun das Erdbeben, das die Inseln Cebu und Bohol heimsuchte. Dazu sagte das Tourismusministerium, es werde einen Plan entwickeln, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen, durch alternative Tour-Programme zu der vom Erdbeben betroffenen Region.

Tourismusminister Ramon Jimenez Jr. sagte: „Während es einige Zeit dauern wird, bis die Kulturstätten und die Infrastruktur wieder hergestellt sind, sollten wir nach vorne schauen. Unsere Behörde zur Entwicklung der Tourismusgebiete wird bei der Sanierung der Aussichtsterrasse der Chocolate Hills und weiteren Stätten helfen.“, sagte Jimenez.

Jimenez forderte die Tourismusbranche auf, schnell aggressive Pläne für die Touristenziele zu entwickeln und zur Normalität zurückzukehren. „Zurück zur Tagesordnung, muss es für die Tourismusbranche heißen. Denn jetzt mehr denn je, brauchen Bohol und Cebu ihre Tourismus-Einnahmen, um aus dieser unglücklichen Tragödie heraus zu kommen.“, meinte er.


Quellen u.a.: http://manilastandardtoday.com/2013/10/19/dot-to-revive-bohol-tourism/
und http://manilastandardtoday.com/2013/10/19/quake-affects-tourism-target/