Erdbeben Update: Schulen und Krankenhäuser stark betroffen

20. Okt. 2013 – Die Zahl der Todesopfer des 7,2 starken Erdbebens vom Dienstag in den Central Visayas, stieg gestern auf 180, wobei noch immer 17 Personen in Bohol vermisst werden, sagte das ‚National Disaster Risk Reduction and Management Council‘ (NDRRMC – Katastrophenschutz).

Der Leiter des NDRRMC, Eduardo del Rosario berichtete, 167 Tote betrafen Bohol und 12 die Nachbarinsel Cebu sowie einer Siquijor. 487 Menschen wurden durch das Erdbeben verletzt: 393 von ihnen in Bohol, 89 in Cebu, 3 in Siquijor und jeweils einer in Negros Oriental und der Provinz Iloilo. Die 17 Vermissten stammten alle aus Bohol: 11 aus Loon, 5 aus Sagbayan und einer aus Clarin.

Bis gestern schätzte das NDRRMC die Kosten der Schäden an der Infrastruktur, einschließlich Straßen, Brücken sowie privater und öffentlicher Gebäude, auf rund 550 Mio. Pesos, obwohl diese mit Sicherheit weiter ansteigen werden. Das Erdbeben beschädigte fast 35.000 Wohnhäuser in Bohol, Cebu, Negros Occidental, Iloilo und Guimaras.

UN Über Schäden an Krankenhäusern in Cebu alarmiert

Die Vereinten Nationen (Internationale Katastrophenvorsorge) zeigten sich beunruhigt über einen Bericht, dass mindestens drei Krankenhäuser in Cebu, durch das Erdbeben am vergangenen Dienstag, große Schäden erlitten hätten.

Dies veranlasste Senatorin Loren Legarda zur strikteren Durchsetzung der Bauvorschriften aufzurufen. „Wir brauchen sichere Schulen und Krankenhäuser und was diese Katastrophe uns zeigte ist, dass wir diese nicht überall haben.“

Sie empfahl eine landesweite Risikobewertung aller Schulen und Krankenhäuser durchzuführen und sofortige Maßnahmen zu ergreifen. „Es ist alarmierend, dass mindestens drei Krankenhäuser in Cebu große Schäden erlitten.“

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Beschädigte Klassenzimmer: Viele Schulen starten erst am 4. Nov.

Nach den Kontrollen durch die Behörden, erklärte die Stadtverwaltung von Cebu City, dass von den 3.445 Klassenzimmern in 122 Schulen, die Baubehörden 531 fanden, die nicht sicher seien und dadurch Schüler und Lehrer gefährden könnten.

In der Provinz Cebu war die Aufnahme des Schulunterrichts für den 21. Oktober vorgesehen, was nun aber nicht generell gewährt werden kann. Denn um den Schulbetrieb wieder aufzunehmen, wird eine Bescheinigung der Baubehörden und des Bürgermeisters gefordert.

Etliche Schulen haben bereits Ferien angekündigt bis zum 4. November (verlängerte Allerheiligen-Ferien). Aber auch dieser Termin ist anbetracht der umfangreichen Schäden wohl kaum generell zu halten. Dennoch sind die Schulen aufgefordert, alternative Klassenzimmer zu schaffen. In diesem Zusammenhang wurde auch festgestellt, dass in etlichen Schulen die Notausgänge fehlten.

Auswirkungen auf die Barangay-Wahlen

Da die Klassenräume als Wahllokale bei den am 28. Oktober stattfindenden Barangay-Wahlen genutzt werden sollten, muss sich die Stadtverwaltung mit der DepEd (Schulamt) und der Comelec (Wahlausschuss) zusammen setzen, um zu klären, wie man mit den Wahlen verfährt, angesichts der 531 beschädigten Klassenräume.


Quelle u.a.: http://www.journal.com.ph/index.php/news/provincial/60297-quake-update-death-toll-now-at-180
und http://www.philstar.com/cebu-news/2013/10/20/1247379/un-alarmed-damage-hospitals-cebu
und http://www.philstar.com/cebu-news/2013/10/20/1247374/after-inspection-schools-some-classes-start-monday