Erdbeben Bohol – Kulturgut-Experten: Kirchenrenovierung zu teuer?

22. Okt. 2013 – Spanische Kulturgut-Experten erklärten gestern, dass die Renovierung der vom Erdbeben beschädigten antiken Kirchen in Bohol und Cebu, mehr Kosten verschlingen würde, als neue zu bauen.

„Es ist sehr schwierig, die schwer beschädigten Kirchen zu erhalten. Es ist kostengünstiger diese neu zu bauen.“, meinte der Leiter des Instituts für das spanische Kulturerbe, Juan Antonio Herraez. Eine Reihe der von dem Beben in Bohol und Cebu zerstörten Kirchen, waren nationale Kulturschätze.

Herraez sagte, präventive Erhaltung des nationalen Erbes, wie alter Kirchen sei wichtig, um sie vor möglichen Schäden bei Naturkatastrophen zu schützen.

Die Botschaft Spaniens hält derzeit in Manila ein Seminar zur präventiven Erhaltung in tropischen und subtropischen Klimazonen im San Agustin Museum in Intramuros ab. Die spanische Botschaft hatte zuvor gesagt, sie werde Möglichkeiten zur Hilfe suchen, die beschädigten Kirchen wieder aufzubauen.

Eine Task Force der ‚National Commission on Culture and Arts‘ legte gestern Präsident Aquino ihren vorläufigen Bericht über die beschädigten Kirchen vor. Der Bericht enthielt Empfehlungen und Kosten zur Sanierung der Jahrhunderte alten Strukturen. „Die Sanierung aller beschädigten Kirchen, würde rund drei Jahre dauern.“, hieß es darin.

Sechs der beschädigten Kirchen in Bohol werden als nationale Kulturgüter erachtet: Loboc, Baclayon, Loon, Dauis, Maribojoc und Dimiao. Zwei weitere Kirchen standen kurz vor der Erklärung: Loay und Cortes. Ebenfalls beschädigt wurden die Wachtürme aus der spanischen Kolonialzeit in Punta Cruz (Panglao) und Balihan, die ebenfalls zu nationalen Kulturschätzen erklärt wurden.


Quelle u.a.: http://www.abs-cbnnews.com/lifestyle/10/21/13/experts-too-costly-restore-churches