Die schlimmsten Erdbeben der Philippinen

16. Okt. 2013 – Mindestens 97 Menschen wurden getötet sowie Straßen, Brücken und antike Kirchen schwer beschädigt, als gestern ein Erdbeben der Stärke 7,2 Bohol, Cebu, Negros Occidental und weitere Provinzen erschütterte.

Laut dem ‚Philippine Institute of Volcanology and Seismology‘ (PHIVOLCS) war dies das stärkste Erdbeben in den Visayas und Mindanao seit 23 Jahren. Es setzte eine Energie frei, vergleichbar mit „32 Hiroshima-Bomben“.

Direkt auf dem „Pazifischen Feuerring“, der Quelle von 90 Prozent aller Erdbeben weltweit, haben die Philippinen in der Vergangenheit bereits eine Reihe von verheerenden Erdbeben erlebt. Erst im vergangenen Jahr traf ein 6,7-starkes Erdbeben die Region Negros-Cebu und forderte 113 Todesopfer.

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Laut PHIVOLCS waren die verheerendsten Erdbeben in der jüngeren Geschichte der Philippinen folgende:

1968 Casiguran
Ein Beben der Stärke 7,3 – eins der verheerendsten in den letzten 20 Jahren. Es traf die Stadt Casiguran (Aurora) und den Rest der Insel Luzon. Der sechsstöckige Rubin Tower in Binondo (Manila) stürzte ein und tötete rund 300 Mieter. Viele andere große Gebäude der Umgebung wurden beschädigt. Große Erdrutsche und Risse wurden in den Bergregionen ausgelöst, während ebenso ein Tsunami entstand.

1973 Ragay Gulf
Fast hundert Häuser wurden zerstört und 270 weitere in Calauag (Quezon) von einem Erdbeben der Stärke 7 stark beschädigt. Eine Reihe von anderen Gebäuden, Straßen, Schienenwegen und Brücken wurden beschädigt. Die Sumulong Highway-Brücke stürzte ein und ein Eisenbahnzug entgleiste, aufgrund des Erdbebens.

1976: Moro Gulf
Fast 5.000 Menschen wurden von einem Rekord-Erdbeben der Stärke 7,9 und dem daraus resultierenden Tsunami getötet, das die Insel Mindanao traf. Das Seebeben im Cotabato Graben verursachte einen Tsunami, der für 85 Prozent der Todesfälle verantwortlich war. Häuser und Grundstücke entlang der Küsten von Lanao del Sur und Pagadian wurden praktisch weg gewaschen. Zerstörte Häuserteile übersäten die Küste zusammen mit den Leichen.

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1983 Laoag
Ein 6,5 starkes Erdbeben, das schwerste im Nordwesten Luzons in den letzten 52 Jahren. Es hinterließ 16 Tote und mindestens 50 Verletzte. Dutzende Gebäude wurden in Schutt und Asche gelegt, während Erdrutsche andere Teile Ilocos Norte trafen.

1990 Bohol
Ähnlich wie bei dem gestrigen Erdbeben, traf ein oberflächliches tektonisches Beben (Magnitude 6,8) Bohol und verursachte Panik unter der Bevölkerung. Es wurde ebenso in anderen Teilen der Visayas und in Mindanao gespürt. 6 Menschen wurden getötet, 200 verletzt und 46.000 vertrieben. Durch die Beschädigung von Tausenden Häusern, wurden mindestens 7.000 Menschen obdachlos.

1990 Panay
Eines der drei verheerenden Erdbeben des Jahres 1990, das mir der Stärke 7,1 die Insel Panay traf und 8 Menschen tötete sowie weitere 41 verletzte. Eine Reihe von Brücken stürzten ein und andere zeigten große Risse. In Aklan wurden eine Reihe von Kirchen und anderer Infrastruktur schwer beschädigt. In Culasi (Antique) wurden 15 Prozent der Häuser als beschädigt gemeldet.

1990 Luzon
Mindestens 1.200 Menschen starben bei dem Erdbeben der Stärke 7,7 am 16. Juli 1990, das Luzon erschütterte. Baguio City gehörte zu den am schwersten betroffenen Städten, da viele Hotels und öffentliche Gebäude Hunderte Menschen unter sich begruben, als diese einstürzten. Wegen Erdrutschen wurde die Stadt vom Rest der Philippinen isoliert. In Cabanatuan City (Nueva Ecija) wurden durch schwere Gebäudebeschädigungen, mehr als 300 Menschen getötet.

1994 Mindoro
Ein Tsunami, ausgelöst von einem 7,1 starken Erdbeben tötete die meisten der 78 Opfer des Unglücks. Von dem Tsunami waren überwiegend die Küstengebiete in Baco und Calapan (Oriental Mindoro) betroffen. Mindestens 1.530 Häuser, der 7.566 beschädigten, wurden vom Tsunami weggerissen.

2012 Negros-Cebu
Ein Erdbeben der Stärke 6,9 erschütterte Negros und Cebu, verursachte tödliche Erdrutsche und den Einsturz mehrerer Gebäude, was den Tod von mindestens 113 Personen bedeutete. Viele Brücken wurden unpassierbar.


Quelle u.a.: http://newsinfo.inquirer.net/507653/deadliest-earthquakes-that-shook-the-philippines